Sachbücher

Montag, 14. November 2011

Kulturelles Fußballgedächtnis für Kinder

Zuckerpass-Blutgraetsche-Klett-KinderbuchEin Sach- und Geschichtenbuch
rund ums Lieblingsthema
vieler junger Leser

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Donnerstag, 7. Oktober 2010

Mut, die ganz großen Fragen zu stellen

DJLP-2010_Cover-NominierungskatalogNominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis, Sparte Sachbuch:
Kanzler lieben Gummistiefel
So funktioniert Politik

von Marietta Slomka



„Wie viele Sorgen müssen wir uns um die Zukunft machen? Und war früher wirklich alles besser?" „Warum soll ich wählen gehen?“ „Warum ist der Hunger noch nicht besiegt?“ Reichhaltigkeit, ein riesiges Themenspektrum und der Mut, sich den großen Fragen dieser Welt zu stellen, zeichnen das Buch Kanzler lieben Gummistiefel. So funktioniert Politik von Marietta Slomka aus. Weiter ...

Dienstag, 5. Oktober 2010

„Geschichte ist immer gegenwärtig“

DJLP-2010_Cover-Nominierungskatalog Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis, Sparte Sachbuch:
Mutige Menschen
Widerstand im Dritten Reich

von Christian Nürnberger



Was sagen historische Daten, Tatsachenberichte und zusammengetragenes Faktenwissen über Personen und Ereignisse aus? Wenig über persönliche Entwicklungen, Haltungen, Beweggründe und Zusammenhänge. Christian Nürnberger hat sich dieser beider Felder angenommen, sie verknüpft und in seinem Buch zwölf „Mutige Menschen“ und deren „Widerstand im Dritten Reich“ beschrieben. Weiter ...

Montag, 4. Oktober 2010

Wenn Silversurfer für Digital Natives schreiben

DJLP-2010_Cover-NominierungskatalogNominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis, Sparte Sachbuch:
Die nächste GENeration. Science + Fiction
herausgegeben von Charlotte Kerner




Wie wurde eigentlich das Schaf "Dolly“ geklont? Und wie entwickelt sich die Gesellschaft, wenn genetisches Menschen-Design eines Tages möglich wird? Die nächste GENeration, herausgegeben von Charlotte Kerner, setzt sich mit Geschichte, Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnik auseinander. Weiter ...

Sonntag, 3. Oktober 2010

Aus aktuellem Anlass

sei am heutigen 3. Oktober 2010 noch einmal auf das empfehlenswerte Jugendsachbuch Die Mauer ist gefallen. Eine kleine Geschichte der DDR von Susanne Fritsche hingewiesen. Lesen Sie die Rezension auf juvenil.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Von Architekten, Handwerkern und auch Baustellenfahrzeugen

DJLP-2010_Cover-NominierungskatalogNominiert für den deutschen Jugendliteraturpreis,
Sparte Sachbuch:
Achtung, fertig, Baustelle!





Baustellen-Bücher gibt es viele. Es gibt sehr gute, gute sowie weniger gute und meist sind sie sich inhaltlich sehr ähnlich. Einzelne Bauschritte werden abgehandelt und im Vordergrund stehen große Baustellenfahrzeuge. Ein Buch, das aus dieser Kategorie heraussticht, ist Achtung, fertig, Baustelle! Weiter ...

Montag, 9. November 2009

Ein Blick auf die DDR: objektiv und zugleich persönlich

Susanne Fritsches Die Mauer ist gefallen ist kein weiteres Auftragsbuch zum 20jährigen Jubiläum des Mauerfalls

Wer vor 20 Jahren und später in Deutschland geboren wurde, hat das Glück, in einem ungeteilten Land aufgewachsen zu sein. Die Deutsche Demokratische Republik ist seit 19 Jahren Geschichte. Das Wissen um die Geschichte der DDR und der sogenannten “Wende“ ist nicht nur bei jungen Menschen in Deutschland, sondern auch bei vielen älteren “Wessis“ erstaunlich dürftig.

Die-Mauer-ist-gefallen1
(c) dtv, München 2009

Susanne Fritsches Die Mauer ist gefallen sei daher nicht nur Jugendlichen, den eigentlichen Adressaten dieser kleinen Geschichte der DDR, empfohlen, sondern allen, die ihrem Wissen auf die Sprünge helfen möchten ohne dicke Abhandlungen lesen zu wollen.

Zum 20jährigen Jubiläum des Mauerfalls sind eine Reihe von Titeln über die ehemalige DDR und den Mauerfall erschienen, Die Mauer ist gefallen von Susanne Fritsche zählt ganz bestimmt zu den Besten. Erschienen ist die Erstausgabe bereits 2004 bei Hanser, seit 2005 liegt das Buch in der Reihe Hanser bei dtv als Taschenbuch vor, im Herbst 2009 ist eine überarbeitete Neuauflage erschienen.

Entstanden ist das Buch als Diplomarbeit, Susanne Fritsche hat Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar studiert. Und genau darin liegt das Geheimnis dieses Buches: denn Die Mauer ist gefallen. Eine kleine Geschichte der DDR ist kein Auftragstitel zum 20jährigen Mauerfall und nicht mit einseitigem Blick auf die jugendlichen Adressaten entstanden.

Vielmehr wird darin ein Blick aus der Perspektive eines jungen Menschen auf die DDR geworfen, der die ersten zehn Lebensjahre im real existierenden Sozialismus verbracht hat. Deshalb erhält das Leben von Kindern in Alltag, Schule und als Junge Pioniere besondere Aufmerksamkeit, wird aber nicht in den Vordergrund gestellt. Die Fakten über die DDR und deren Zusammenbruch machen das Werk aus und werden anschaulich und kurzweilig dargestellt.

Susanne Fritsche versteht es hervorragend, die nicht einfachen historischen, politischen, ideologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten zu formulieren. Im Fließtext erwähnte Fachbegriffe, Bezeichnungen und Personen werden am unteren Seitenrand in kurzen Infotexten erläutert. So kann das Buch auch als Nachschlagewerk benutz werden. In kurzen, einfachen Sätzen erklärt Fritsche stilsicher komplexe Zusammenhänge, ohne sich dabei bevormundend oder anbiedernd an die jungen Leser zu wenden, denn diese befinden sich auf Augenhöhe.

Die Autorin wurde 1979 in Thüringen geboren und bringt ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse ein, ohne das Feld der Objektivität zu verlassen. Aber anhand von Beispielen wie dem Bericht über den Kauf eines Farbfernsehers oder Abbildungen von eigenen Gegenständen und Fotografien erhält diese Geschichte der DDR eine persönliche Note.

Dass es sich ursprünglich um eine Arbeit aus dem Fachgebiet der Visuellen Kommunikation handelt, ist dem Buch aufs positivste anzusehen. Satzspiegel, Schrifttype, Layout und Abbildungen – alles sparsam und ausgewogen eingesetzt – führen dazu, dass dieses Buch auch ästhetisch überzeugt.

Gerne würde man weitere Bücher von Susanne Fritsche lesen und betrachten. (Kirsten Waterstraat)

Susanne Fritsche
Die Mauer ist gefallen
Eine kleine Geschichte der DDR
Mit Abbildungen
dtv, Reihe Hanser
Euro 7,95 [D]
Unterrichtsmaterialien zum Buch stehen für Lehrer auf der Verlagsseite zur Verfügung.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

nominiert: "Der Traum vom Fliegen"

DJLP, Sparte Sachbuch

Susanna Partsch & Rosemarie Zacher
Der Traum vom Fliegen
Wie Leonardo & Co. sich und anderen Flugapparate bauten

Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher, 2008

Traum-vom-Fliegen
(c) 2008, Bloomsbury Berlin

"Mit den Augen eines Leonardos“
Eine auf einem Stift reitende kleine Hexe aus Knete, ein über Häuser schwebendes Liebespaar auf einem Bild von Chagall, viele Zeichnungen von Flugkonstruktionen Leonardo da Vincis und die in die marokkanische Wüste aus Lehm gebaute 16 Meter hohe Himmelstreppe des Malers und Bildhauers Hannsjörg Voth – was verbindet sie? Der Traum vom Fliegen! Das gleichnamige Sachbuch ist der dritte Band der Reihe Kunst kennen – Kunst können.

Leitfaden durch das Buch sind die vielen Fluggeräte, die Leonardo da Vinci im Laufe seines Lebens gezeichnet hat. Locker wechseln sie ab mit eingefügten Erläuterungen über den Luftwiderstand, den Austausch von warmer und kalter Luft, mit einer Friedenstaube und einem Raubvogel auf dem Bild Taufe Christi von Leonardo und vielem mehr. Das Buch zeigt eine spielerische Mischung der unterschiedlichsten Zugänge zum Thema Fliegen: von der Bildkunst, über die Geschichte des Fliegens, angefangen bei Daidalos und Ikarus, bis hin zur Raumfahrt, Naturbeobachtungen sowie Anleitungen, das Fliegen „selbst in die Hand zu nehmen“ und Flugobjekte verschiedenster Bauart zu basteln. Die Leser finden also z. B. Anleitungen zum Bauen von „Nurflügelfederfliegern“, einem kleinen Fallschirm oder auch einer Wasserrakete, lernen aber auch die Mona Lisa und das Abendmahl kennen.

Dieses kleine, ungewöhnliche Sachbuch für Leser ab acht Jahren regt an zu einer Weitung des Blicks, der auch einmal thematisch das zueinander bringt, was nicht gleich offensichtlich ist. Seine Stärke ist die Ungezwungenheit und das Assoziative der Aufbereitung des Materials. Es ist genau das, was Leonardo da Vinci selbst tat: Beobachten, Malen, Konstruieren, Zeichnen, Probieren. Vielleicht betrachtet man nun das Staubkorn im Sonnenlicht, fallende bunte Blätter und die Zugvögel im Herbst, ein durch die Luft wirbelndes Samenkorn, den selbst gebastelten Papierflieger oder die in der Vorweihnachtszeit vermehrt auftretenden Engel und ihre Flügel fortan anders.
Eine Zeittafel über das Leben Leonardo da Vincis und ein Abbildungsverzeichnis ergänzen den Band. (Linde Storm)

Dienstag, 13. Oktober 2009

nominiert: "Das Rätsel der Varusschlacht"

DJLP, Sparte Sachbuch

Wolfgang Korn (Text)
Klaus Ensikat (Illustration)
Das Rätsel der Varusschlacht
Archäologen auf der Spur der verlorenen Legionen

Fackelträger Verlag, 2008

Varusschlacht
(c) 2008, Fackelträger Verlag Köln

Spurensuche
"Quintili Vare, legiones redde!“ – Quinctilius Varus, gib die Legionen zurück!“ Hat der römische Kaiser Augustus tatsächlich mit diesen Worten seiner Trauer über den Verlust der Legionen 17, 18 und 19 – und damit über den Tod von etwa 20.000 Menschen – Ausdruck verliehen?

Gewiss ist das nicht. Sicher aber ist, dass im Jahr 9 n. Chr. eine verheerende Schlacht in der norddeutschen Tiefebene östlich des Rheins zwischen Römern, angeführt von Varus, und Germanen, befehligt vom Cherusker Arminius (dessen römischer Name ins Deutsche mit "Hermann“ übersetzt wurde) stattfand, die mit ungeheuren Verlusten auf römischer Seite endete. Aber wo genau wurde die Schlacht ausgefochten? Dem Forscher liegt zweierlei Material vor: Funde in der Region wie etwa 1.500 römische Münzen und römische Quellen, in denen die Schlacht – eben aus römischer Sicht – erwähnt wird.

In Das Rätsel der Varusschlacht von Wolfgang Korn beginnt die Suche nach diesem Ort mit einer Darstellung der Untersuchungsmethoden der Wissenschaftsdisziplinen Geschichte und Archäologie. Der Erzähler, obgleich er mit einer Stimme spricht, lotet quasi dialogisch und stets sorgfältig und gründlich das Für und Wider der Argumentationsstränge für die unterschiedlichen örtlichen Zuweisungen der Schlacht aus (zur Varusschlacht gibt es ca. 700 Theorien). Der Leser wird somit selbst zum Forscher. Ob das nicht störend wirkt? Trotz völliger Abwesenheit Affekt heischender Thesen, erwartet den Leser eine packende, wissenschaftliche, chronologisch angelegte Spurensuche. Er erhält z. B. Einblick in den germanischen und römischen "Kriegeralltag“ sowie grundlegende strategische Überlegungen. Nebenbei erfährt er, dass "Thusnelda“ die Frau des Arminius‘ ist und dass ein Römer durch Helm, Kettenpanzer, Gürtel, Schild, Schwert, Dolch und Wurflanze ein zusätzliches Kampfgewicht von 30 kg tragen musste. Nicht also die Schlacht selbst wird hier "ausgeschlachtet“.

Wissen wird auch ästhetisch vermittelt durch die mit Ensikats typischem feinem Strich gezeichneten ansprechenden Illustrationen. Uniformen, Münzen, Kriegsschiffe, Landkarten, Gebäude u.v.m. nehmen so Gestalt an. In kleinen Infokästen werden z. B. Tacitus, das Hermanns-Denkmal, die Ausstattung Germanischer Kämpfer oder das Weltkulturerbe Limes erläutert. Lektüreempfehlungen am Ende des Buches ermöglichen einen weiteren Zugang zu dem Thema.

In überaus positiver Weise konkurrieren die beiden Themen dieses Sachbuches: Die Varusschlacht, aufgezeigt am Beispiel einer ausgewogenen methodischen Annäherung oder die Darstellung einer mitreißenden Untersuchungsmethode von Forschern am Beispiel der Varusschlacht. Die Faszination, die das Rätsel um den genauen Austragungsort der Varusschlacht seit jeher verströmt, hat unmerklich Raum gemacht für die Freude an der Spurensuche selbst.

Dieses 224 Seiten umfassende Sachbuch ist ein vom Verlag ausgewiesenes Beispiel für einen in diesem Falle sinnvoll gefüllten "All-age"-Literaturbegriff, mit der Altersangabe: "Ein Wissensbuch für Leser zwischen 10 und 100." (Linde Storm)

Donnerstag, 8. Oktober 2009

nominiert: "Was ist da passiert?"

DJLP, Sparte Sachbuch

Bruno Heitz (Illustration)
Béatrice Vincent (Idee und Text)

Was ist da passiert?
Aus dem Französischen von Edmund Jacoby
Gerstenberg, 2008

Was-ist-da-passiert
(c) 2008, Gerstenberg Hildesheim

Alles ist eine Frage des Blickwinkels. Dieser Redewendung verleiht das Bilderbuch Was ist da passiert? wortwörtlich Ausdruck. Der Betrachter lernt das jeweilige Gesichtsfeld, die Farb- und Bewegungswahrnehmung verschiedener Tiere kennen. Er erfährt beispielsweise, dass die Katze ein Gesichtsfeld von 280 Grad hat (der Mensch überblickt 180 Grad) und „kein Rot erkennen“ kann, wohingegen das Pferd ein Gesichtsfeld von 355 Grad hat, aber nur Gelb- und Grüntöne wahrnimmt. Der Bulle wiederum kann nur Einzelbilder erkennen und erschrickt daher bei plötzlichen Bewegungen. Was der sprichwörtlich blinde Maulwurf sieht, kann sich der Betrachter denken ...

Die Vermittlung dieses Sachwissens ist in eine Gartenszene eingebettet. Pferd, Bulle, Katze, Chamäleon und Bär sitzen an einem Tisch und spielen Karten. „Bumm Badabumm“ ertönt es von der anderen Seite der den Garten begrenzenden hohen Mauer. Die Katze riskiert als erste einen Blick über die Mauer … Blättert der Betrachter nun eine Seite weiter, sieht er selbst mit den Augen einer Katze, d. h. er sieht alles in grünlich-bläulichen Tönen etc. Nun blicken alle Tiere detektivisch nacheinander (wieso wird hier der ebenfalls anwesende Bär ausgeblendet?) über die Mauer, und der Betrachter kann nun selbst mit „Pferdeaugen“, „Bullenaugen“, also jeweils unterschiedlichem Gesichtsfeld sehen. Grund für den Tumult ist ein Elefant, aber darauf kommt es gar nicht so an.

Würde man das Erscheinungsjahr dieses comicartigen Sachbilderbuches nicht kennen, würde man es wohl in einem anderen Jahrzehnt ansiedeln, in dem eine etwas andere ästhetische Wahrnehmung herrschte und Neon-Orange-Pink geschätzt wurde. Diese Farbe dominiert das Cover und die Rückseite. Ganz im Gegensatz dazu sind die Farben der tierischen Figuren in Menschenkleidung wiederum in gedeckten Tönen gehalten.

Es liegt eine gewisse Spannung in dem vermittelten Stoff und dem Illustrationsstil. Verstehen Vier- bis Fünfjährige, was ein Gesichtsfeld von 355 Grad ist? Das Thema Optik dürfte die kindlichen Leser mehr als fordern, zumal die unterschiedlichen "Blickwinkel" nur beschrieben, nicht aber erläutert werden. Hervorzuheben ist lediglich die Grundidee dieses Sachbilderbuches, jungen Lesern unterschiedliche Blickwinkel für ein und dieselbe Gegebenheit zu zeigen – denn dies ist auch auf anderes übertragbar. (Linde Storm)

juvenil

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