Meinungen

Mittwoch, 30. Januar 2013

Plädoyer für eine sprachliche Anpassung mit Augenmaß

Kinderliteraturwissenschaftler Hans-Heino Ewers zur Debatte über diskriminierende Begriffe in Kinderbüchern

So viel Aufmerksamkeit bekommen Kinderbücher nur selten: Seit der Thienemann Verlag bekannt gegeben hat, dass Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker Die kleine Hexe künftig in einer sprachlich modernisierten Version ohne diskriminierende Begriffe erscheinen wird, ist eine kontroverse Debatte entbrannt.

Der Direktor des Instituts für Jugendbuchforschung an der Frankfurter Goethe-Universität, Professor Hans-Heino Ewers, plädiert dafür, die aktuellen Leseausgaben an den heutigen Sprachgebrauch anzupassen. Aktuell hochgradig belastete Wörter, die bereits jüngere Kinder als diskriminierend empfinden, sollten durch gleichbedeutende unbelastete Wendungen ersetzt werden. Weiter ...

Freitag, 14. Oktober 2011

Wer sich freut. Und wer nicht

Anmerkungen zum Jugendliteraturpreis
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Samstag, 19. März 2011

Pausewang warnt auf Spiegel Online

Gudrun Pausewang hat sich im Zusammenhang mit der Katastrophe in Fukushima in einem viel gelesenen deutschen Medium zu Wort gemeldet. Der Titel ihres Beitrags lautet: "Solange ich lebe, werde ich warnen!" Die Leserreaktionen darauf sind durchmischt. Weiter ...

Dienstag, 8. März 2011

Zu viel Rosa

Der Internationale Frauentag am 8. März ist immer auch ein Tag des Zurückblickens, zumal in diesem Jahr, in dem der Tag zum 100. Mal begangen wird. Vieles wurde erreicht in den vergangenen Jahren. Manche Entwicklungen aber würden nicht vermuten lassen, dass man vor 30 Jahren schon einmal wesentlich weiter war. Weiter ...

Montag, 11. Oktober 2010

"Vertriebene Zeit ist immer verschwundene Zeit"

Mirjam Presslers kritische Dankesrede

Am 8. Oktober wurde Mirjam Pressler in Frankfurt am Main mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Autoren-Gesamtwerk ausgezeichnet. Ihre Rede provozierte.
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Donnerstag, 5. August 2010

Juryloser Luchs-Preis für "Nichts"

"Die Zeit" hat heute bekannt gegeben, dass der Luchs des Monats August an die dänische Autorin Janne Teller für Nichts. Was im Leben wichtig ist geht.

In der Pressemitteilung heißt es, dass die Luchs-Jury "in dem ungewöhnlichen und umstrittenen Jugendroman 'das Potenzial zum Kultbuch'" sehe. Mit dem Preis wird ein Jugendbuch ausgezeichnet, das derzeit in aller Munde ist. Mehr dazu demnächst auf juvenil.

Wer die Mitglieder der Luchs-Jury sind, wurde bislang allerdings immer noch nicht bekannt gegeben. (Lesen Sie dazu auch den juvenil-Beitrag vom 9. Juli.) Kann man einen Preis, der von einer namenlosen Jury vergeben wird, überhaupt ernst nehmen? (kw)

Dienstag, 3. August 2010

Schade eigentlich …

Briefmarke-KinderbuecherBei einer Briefmarke zum Thema "Kinderbücher" wurde die Chance verpasst, ein zeitgemäßes Bild einer vielfältigen Literatur zu vermitteln.

Lesen Sie hier den Kommentar.

Montag, 14. Juni 2010

"Alle Kinder brauchen Kinderbücher – von Anfang an"

'Berliner Erklärung' der avj

Letzte Woche fand in Berlin die Hauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) statt. Anlässlich des Bildungsgipfels am 10. Juni gaben die avj-Mitglieder eine 'Berliner Erklärung' unter dem Titel "Alle Kinder brauchen Kinderbücher – von Anfang an" ab.
Darin fordern sie:

• die öffentliche Anerkennung als Kultur- und Bildungsvermittler

• die regelmäßige, selbstverständliche Beschäftigung mit Bilder-, Kinder- und Jugendbüchern sowie verwandter Medien im Bereich Kindergarten und Schule

• die verpflichtende Verankerung dieser Kinder- und Jugendbuchmedien in der Ausbildung von Erzieher(inne)n und Lehrer(inne)n aller Schulstufen

• die dafür benötigten Mittel sowie die steuerliche Begünstigung von Privatinitiativen zur Anschaffung von Kinder- und Jugendbüchern in öffentlichen Bildungseinrichtungen


Auf Börsenblatt.net gibt Ulrich Störiko-Blume, Vorsitzender der avj, im Interview Antworten zum Thema.


Berliner Erklärung: "Alle Kinder brauchen Kinderbücher – von Anfang an"
Interview mit Ulrich Störiko-Blume: "Das Kinderbuch ist unverzichtbar"

Dienstag, 18. Mai 2010

Wolfrum mit Bamberger geantwortet

Erinnern Sie sich noch an die kürzlich entbrannte Diskussion um den Deutschen Jugendliteraturpreis? (juvenil am 16.03.2010) In einem Kommentar auf Boersenblatt.net hatte Otfried Wolfrum unter der Überschrift "Arme deutschsprachige Autoren" gegen die Praxis des Deutschen Jugendliteraturpreises polemisiert, die angeblich übersetzte Titelk bevorzuge.

Als hätte Richard Bamberger (1911-2007), Vater der österreichischen Kinderliteratur- und Leseförderung, bereits geahnt, was mehr als vier Jahrzehnte später wieder an der Tagesordnung sein würde, äußerte er 1969:

"… wie recht man daran tat, im deutschen und im österreichischen Jugendbuchpreis nicht nur Werke in deutscher Originalsprache auszuzeichnen. Es kommt doch schließlich weniger darauf an, die besten deutschsprachigen Autoren zu würdigen (wenngleich dies sicherlich auch sehr wichtig ist und eine starke Triebkraft für die Entwicklung der eigenen Jugendliteratur darstellt!), als die besten Bücher für die Jugend zu finden. Bei aller Achtung vor Kunst, Kultur und persönlich-schöpferischer Leistung dürfen wir diese Werke nicht nur um ihrer selbst willen, sondern vor allem ihrer Wirkung halber suchen."

(R. Bamberger: Trends in der modernen Jugendliteratur. In: Ders. (Hg.): Trends in der modernen Jugendliteratur. Wien 1969, S. 3-32, Zitat S. 8-9)

Montag, 22. März 2010

Was will Frau Becker uns damit sagen?

Die Vorsitzende der Kritikerjury des Deutschen Jugendliteraturpreises sieht "einen gewissen ästhetischen und pädagogischen Rückschritt" auf dem deutschen Jugenbuchmarkt

Man sollte sehr vorsichtig sein mit Zitaten, die aus dem Zusammenhang gerissen sind. Da die Verfasserin dieser Zeilen nicht bei der Bekanntgabe der Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis am Donnerstag in Leipzig dabei war, muss sie sich mit der Presseerklärung des Arbeitskreis für Jugendliteratur begnügen. Die darin veröffentlichten Zitate der Juryvorsitzenden Dr. Susanne Helene Becker aber verwundern, gelinde gesagt.

Die Nominierungsliste kommentiert Becker als "ein Panorama der Gestaltungsvielfalt und der schöpferischen Kraft des deutschen Jugendliteraturmarktes“. Soweit, so gut. Wie aber ist das folgende Zitat, laut Pressemitteilung das Fazit Beckers, zu verstehen?

"Auch wenn der Umsatz mit Kinder- und Jugendliteratur 2009 angestiegen ist, hinterlässt die Wirtschaftskrise auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt doch ihre Spuren. So spiegelt sie sich nicht nur in den Versuchen, mit einem Titel möglichst viele unterschiedliche Leser zu erreichen, sondern auch in der vorsichtigen Wahl von Themen und Gestaltungsformen. Diese Vorsicht zieht wiederum einen gewissen ästhetischen und pädagogischen Rückschritt nach sich".

Kann man den All-Age-Boom tatsächlich auf die Wirtschaftskrise zurückführen? Und ist diese auch verantwortlich für die "vorsichtige Wahl von Themen und Gestaltungsformen"?

Was aber eigentlich verwundert, ist, dass die Juryvorsitzende zum einen die "Gestaltungsvielfalt" und "schöpferische Kraft" des Jugendliteraturmarkts preist, zum anderen diesem aber einen "gewissen ästhetischen und pädagogischen Rückschritt" bescheinigt. Das ist doch starker Tobak! Hier wäre eine Erklärung oder Begründung mehr als wünschenswert. Auch in einer Presseerklärung. Oder gerade in einer Presseerklärung – denn in wie vielen Medien werden diese Worte wohl zitiert!?

Und was sagen die Menschen aus den Verlagen, die Illustratoren und Autoren dazu? Die ganze sogenannte KJL-Szene? Vielleicht war jemand in Leipzig dabei und kann zur Klärung beitragen. Das wäre nicht schlecht. (kw)

juvenil

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