Illustrator Rolf Rettich gestorben
Der deutsche Pippi Langstrumpf-Illustrator Rolf Rettich ist am 25. Oktober im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit in Vordorf bei Braunschweig gestorben.

Rolf Rettich, Foto: Wilhelm W. Reinke
Rettichs Illustrationen zur Gesamtausgabe 1967 prägten lange Zeit das Bild von Pippi Langstrumpf in Deutschland. „An diese Bilder werden sich Generationen erinnern“, so der Oetinger Verlag. Rolf Rettichs Pippi kennzeichnen ein kantiges Gesicht, ein großer Mund und Füße in riesigen Schuhen. Im Vergleich zu den aktuellen Pippi-Illustrationen von Katrin Engelking ist Rettichs Pippi weniger gefällig, drückt das Provokante und Ambivalente der Figur aber besser aus.
Rolf Rettich gab auch Michel aus Lönneberga ein Gesicht, illustrierte Bücher von James Krüss, Michael Ende, Christine Nöstlinger und vielen anderen. Mit Astrid Lindgren verband ihn und seine Frau Margret Rettich eine langjährige Freundschaft.

James Krüss, Gäste auf den Hummerklippen
(c) Verlag Friedrich Oetinger Hamburg
Rolf Rettich wurde am 9. Juni 1929 in Erfurt geboren und zeichnete schon als Kind Bildergeschichten. Später arbeitete der Autodidakt als freier Grafiker in Leipzig. Nach der Heirat mit der Autorin und Grafikerin Margret Rettich bezogen die Rettichs 1958 ein gemeinsames Atelier in Leipzig. 1960 siedelten sie in die Bundesrepublik über, wo ihr Wunsch, Kinderbücher zu illustrieren, Wirklichkeit wurde. Die ersten Aufträge kamen aus dem Hamburger Verlag Friedrich Oetinger, „dessen Erscheinungsbild er über viele Jahre entscheidend mit seinen fröhlichen Bildern geprägt hat“, so Verlegerin Silke Weitendorf.
Rolf und Margret Rettich illustrierten für viele Kinder- und Schulbuchverlage sowie Zeitschriften und Fernsehsendungen, z.B. die "Sendung mit der Maus". Für ihr Gesamtwerk erhielten sie 1997 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. 1999 schenkten Margret und Rolf Rettich ihr Gesamtwerk der TU Braunschweig.

Rolf Rettich, Foto: Wilhelm W. Reinke
Rettichs Illustrationen zur Gesamtausgabe 1967 prägten lange Zeit das Bild von Pippi Langstrumpf in Deutschland. „An diese Bilder werden sich Generationen erinnern“, so der Oetinger Verlag. Rolf Rettichs Pippi kennzeichnen ein kantiges Gesicht, ein großer Mund und Füße in riesigen Schuhen. Im Vergleich zu den aktuellen Pippi-Illustrationen von Katrin Engelking ist Rettichs Pippi weniger gefällig, drückt das Provokante und Ambivalente der Figur aber besser aus.
Rolf Rettich gab auch Michel aus Lönneberga ein Gesicht, illustrierte Bücher von James Krüss, Michael Ende, Christine Nöstlinger und vielen anderen. Mit Astrid Lindgren verband ihn und seine Frau Margret Rettich eine langjährige Freundschaft.

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(c) Verlag Friedrich Oetinger Hamburg
Rolf Rettich wurde am 9. Juni 1929 in Erfurt geboren und zeichnete schon als Kind Bildergeschichten. Später arbeitete der Autodidakt als freier Grafiker in Leipzig. Nach der Heirat mit der Autorin und Grafikerin Margret Rettich bezogen die Rettichs 1958 ein gemeinsames Atelier in Leipzig. 1960 siedelten sie in die Bundesrepublik über, wo ihr Wunsch, Kinderbücher zu illustrieren, Wirklichkeit wurde. Die ersten Aufträge kamen aus dem Hamburger Verlag Friedrich Oetinger, „dessen Erscheinungsbild er über viele Jahre entscheidend mit seinen fröhlichen Bildern geprägt hat“, so Verlegerin Silke Weitendorf.
Rolf und Margret Rettich illustrierten für viele Kinder- und Schulbuchverlage sowie Zeitschriften und Fernsehsendungen, z.B. die "Sendung mit der Maus". Für ihr Gesamtwerk erhielten sie 1997 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. 1999 schenkten Margret und Rolf Rettich ihr Gesamtwerk der TU Braunschweig.
juvenil.kw - 31. Okt, 00:06
