FILM

Donnerstag, 24. Juli 2008

FILM

Deutschland hat jetzt seinen eigenen "Herr der Ringe"

Kommentar von Jukie/kinoverliebt

Das wurde ja auch Zeit: Die Verfilmung des Fantastik-Klassikers "Krabat" von Otfried Preußler ist quasi fertig und kommt am 9.10. ins Kino. Der Trailer ist einerseits vielversprechend, lässt andererseits aber auch befürchten, dass Regisseur Marco Kreuzpaintner sich zugunsten einer "modernen" Optik tief in der Trickkiste der aktuellen Fantasywelle von Mittelerde über Hogwarts bis Narnia bedient hat - und dabei eventuell den märchenhaften Charme der Vorlage riskiert.
Aber ich will hier nicht rumunken. Bei der Besetzung lässt man sich jedenfalls nicht lumpen und hat eine feine Auswahl aus dem Kader der vielversprechenden und vor allem auch schon relativ namhaften deutschen Jungschauspieler zusammengestellt. Da wäre einmal "Knallhart"-Star David Kross als Krabat, den sein Ruhm schon bis zu Liebesszenen mit Kate Winslet gebracht hat (im Rahmen der gerade abgedrehten Schlink-Verfilmung "Der Vorleser"). Dann natürlich zwei der Unvermeidlichen - Robert Stadlober und Daniel Brühl, ohne die sich ein deutscher Film kaum derartige Hollywood-Attitüde geben dürfte. Den weiblichen Part übernimmt die zarte Paula Kalenberg, die in "Die Wolke" und "Kabale und Liebe" brillierte und damit schon Erfahrung in der Verfilmung deutscher Kanon-Literatur hat. Einem größeren Publikum vielleicht noch weniger bekannt ist Hanno Koffler, der mich aber schon in "Sommersturm" (ebenfalls Kreuzpaintner) sehr begeistert hat und der kürzlich mit "Der Rote Baron" ja quasi schon einen Ritterschlag des deutschen Kinos erhalten hat. Jetzt fehlt vermutlich nur noch eine Rolle in einer großen 2. Weltkriegs- bzw. 3. Reich-Produktion (vielleicht von Vilsmaier?) und er ist ein gemachter Mann.
Ansonsten gibt man sich offensichtlich viel Mühe, auch bei der Tricktechnik internationale Standards zu halten - mal sehen wie sich das dann auf der Leinwand ausnimmt. Grundsätzlich ist das ja ein guter Ansatz, kann aber auch (siehe meine Bedenken oben) in die Hose gehen. Jetzt seht einfach mal selbst:

Samstag, 5. Mai 2007

FILM

Lola für „Hände weg von Mississippi“

Gestern Abend wurde in Berlin Hände weg von Mississippi in der Kategorie Bester Kinder- und Jugendfilm mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Die Gewinnchancen lagen allerdings auch bei 50%, da in dieser Sparte nur zwei Filme nominiert waren. Konkurrent war die Verfilmung von Gudrun Pausewangs Die Wolke, zu dessen schwerem Thema die Zoten von Charles aus Hui Buh (alias Rick Kavanian), der die Preisverleihung in der „Kinder-Kategorie“ übernahm, so gar nicht passen wollten. Kinderfilm ist nicht immer gleich Klamauk.

Der mecklemburg-vorpommersche Kinderwestern Hände weg von Misissippi ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Cornelia Funke (1997). Dass dem Film so viel Aufmerksamkeit zukommt liegt sicherlich nicht nur an der Vorlage der derzeit so gefeierten Autorin und an bekannten Schauspielern wie Katharina Thalbach und Christoph Maria Herbst, sondern auch am Regisseur Detlev Buck. Seine Zuwendung zum Kinderfilm dürfte diesem zu neuem Ansehen verhelfen. So sprach er sein Dankwort in ein auf Kinderhöhe eingestelltes Mikrofon und meinte, dass diese (gebückte) Perspektive sinnbildlich für das Drehen eines Kinderfilms sei, denn sie bedeute, selbst wieder zu einem Kind zu werden. Die Hauptdarstellerin Zoë Charlotte Mannhardt, die die Emma spielt, traute sich leider nicht in das für sie eingestellte Mikrofon zu sprechen und so behielten denn doch die Erwachsenen (Buck und Produzent Claus Boje) das Wort.

Auch wenn daraus keine Lola wurde, so dürfte Lothar Holler mit dem gesamten Team von Mississippi doch stolz auf seine Nominierung für das Beste Szenenbild sein, da es sich bei dieser um die einzige Nominierung eines Kinderfilms in einer anderen als der Sparte Bester Kinder- und Jugendfilm handelt und Hände weg von Mississippi damit gleich behandelt wird wie Das Parfüm und ähnliche „große“ Filme.

Aber wir wollen nicht so kritisch sein und danken der Akademie, dass es die Kategorie Kinder- und Jugendfilm überhaupt gibt. Denn darin ist die deutsche Lola dem amerikanischen Oscar immerhin einen Schritt voraus.

Der Kinderstar des Abends aber war nicht Zoë, sondern Markus Krojer, der den Sebastian in Wer früher stirbt, ist länger tot spielt. Auf ihn schwenkte die Kamera im Laufe des Abends immer wieder. Der Film von Marcus H. Rosenmüller (Drehbuch und Regie) gewann die goldene Lola als bester deutscher Film sowie in den Sparten Bestes Drehbuch, Beste Regie und Beste Filmmusik. Die bayrische Burleske schöpfe aus ihrer Freiheit sich nicht nach einer bestimmten Zielgruppe gerichtet haben zu müssen, betonte Rosenmüller. So sei ein Film für ein Publikum zwischen 7 und 77 entstanden.

Bleibt die Frage: Gab es im letzten Jahr tatsächlich nur zwei gute Kinder- und Jugendfilme in Deutschland? (kw)

Dienstag, 24. April 2007

FILM

HP 5
Unsere Leserin Jukie hat uns auf den Trailer von Harry Potter and the Order of the Phoenix hingewiesen, den man sich jetzt auf youtube.com anschauen kann. Viel Spaß & Vorfreude!

Dienstag, 27. März 2007

FILM

Türkisch für Anfänger

Heute beginnt die zweite Staffel der mit dem Grimme-Preis 2007 ausgezeichneten ARD-Vorabendserie Türkisch für Anfänger. Die 24 neuen Folgen laufen Dienstag bis Freitag um 18:50 Uhr. Die Bücher zur Serie sind bei Carlsen erschienen.

Freitag, 23. März 2007

FILM

Auf Spiegel-online berichtet Detlev Buck im Interview von seinem neuen Kinderfilm Hände weg von Mississippi, nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke.

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