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    <title>juvenil (Blog für Kinder- und Jugendliteratur) : Rubrik:BUECHER</title>
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    <description>Blog für Kinder- und Jugendliteratur</description>
    <dc:publisher>Evangelisches Mädchen</dc:publisher>
    <dc:creator>Evangelisches Mädchen</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-30T19:15:09Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/6035979/">
    <title>Ein Blick auf die DDR: objektiv und zugleich persönlich</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/6035979/</link>
    <description>&lt;b&gt;Susanne Fritsches &lt;i&gt;Die Mauer ist gefallen&lt;/i&gt; ist kein weiteres Auftragsbuch zum 20jährigen Jubiläum des Mauerfalls&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wer vor 20 Jahren und später in Deutschland geboren wurde, hat das Glück, in einem ungeteilten Land aufgewachsen zu sein. Die Deutsche Demokratische Republik ist seit 19 Jahren Geschichte. Das Wissen um die Geschichte der DDR und der sogenannten Wende ist nicht nur bei jungen Menschen in Deutschland, sondern auch bei vielen älteren Wessis erstaunlich dürftig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Die-Mauer-ist-gefallen&quot; width=&quot;287&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Die-Mauer-ist-gefallen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Susanne Fritsche: Die Mauer ist gefallen&lt;br /&gt;
(c) dtv, München 2009&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Susanne Fritsches &lt;i&gt;Die Mauer ist gefallen&lt;/i&gt; sei daher nicht nur Jugendlichen, den eigentlichen Adressaten  dieser &lt;i&gt;kleinen Geschichte der DDR&lt;/i&gt;, empfohlen, sondern allen, die ihrem Wissen auf die Sprünge helfen möchten ohne dicke Abhandlungen lesen zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 20jährigen Jubiläum des Mauerfalls sind eine Reihe von Titeln über die ehemalige DDR und den Mauerfall erschienen, &lt;i&gt;Die Mauer ist gefallen&lt;/i&gt; von Susanne Fritsche zählt ganz bestimmt zu den Besten. Erschienen ist die Erstausgabe bereits 2004 bei Hanser, seit 2005 liegt das Buch in der Reihe Hanser bei dtv als Taschenbuch vor, im Herbst 2009 ist eine überarbeitete Neuauflage erschienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entstanden ist das Buch als Diplomarbeit, Susanne Fritsche hat Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar studiert. Und genau darin liegt das Geheimnis dieses Buches: denn &lt;i&gt;Die Mauer ist gefallen. Eine kleine Geschichte der DDR&lt;/i&gt; ist &lt;i&gt;kein&lt;/i&gt; Auftragstitel zum 20jährigen Mauerfall und nicht mit einseitigem Blick auf die jugendlichen Adressaten entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr wird darin ein Blick aus der Perspektive eines jungen Menschen auf die DDR geworfen, der die ersten zehn Lebensjahre im real existierenden Sozialismus verbracht hat. Deshalb erhält das Leben von Kindern in Alltag, Schule und als Junge Pioniere besondere Aufmerksamkeit, wird aber nicht in den Vordergrund gestellt. Die Fakten über die DDR und deren Zusammenbruch machen das Werk aus und werden anschaulich und kurzweilig dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne Fritsche versteht es hervorragend, die nicht einfachen historischen, politischen, ideologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten zu formulieren. Im Fließtext erwähnte Fachbegriffe, Bezeichnungen und Personen werden am unteren Seitenrand in kurzen Infotexten erläutert. So kann das Buch auch als Nachschlagewerk benutz werden. In kurzen, einfachen Sätzen erklärt Fritsche stilsicher komplexe Zusammenhänge, ohne sich dabei bevormundend oder anbiedernd an die jungen Leser zu wenden, denn diese befinden sich auf Augenhöhe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin wurde 1979 in Thüringen geboren und bringt ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse ein, ohne das Feld der Objektivität zu verlassen. Aber anhand von Beispielen wie dem Bericht über den Kauf eines Farbfernsehers oder Abbildungen von eigenen Gegenständen und Fotografien erhält diese Geschichte der DDR eine persönliche Note.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es sich ursprünglich um eine Arbeit aus dem Fachgebiet der Visuellen Kommunikation handelt, ist dem Buch aufs positivste anzusehen. Satzspiegel, Schrifttype, Layout und Abbildungen  alles sparsam und ausgewogen eingesetzt  führen dazu, dass dieses Buch auch ästhetisch überzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne würde man weitere Bücher von Susanne Fritsche lesen und betrachten. (Kirsten Waterstraat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Susanne Fritsche &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Mauer ist gefallen&lt;br /&gt;
Eine kleine Geschichte der DDR&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;Mit Abbildungen&lt;br /&gt;
dtv, Reihe Hanser&lt;br /&gt;
ISBN 978-3-423-62419-0&lt;br /&gt;
Euro 7,95 [D]&lt;br /&gt;
Unterrichtsmaterialien zum Buch stehen für Lehrer auf der &lt;a href=&quot;http://www.dtv.de/buecher/die_mauer_ist_gefallen_62419.html?show=veranstaltungen&quot;&gt;Verlagsseite&lt;/a&gt; zur Verfügung.</description>
    <dc:creator>juvenil.kw</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.kw</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T20:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/6032901/">
    <title>Per Anhalter durch die Galaxis</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/6032901/</link>
    <description>&lt;b&gt;... ist 30 geworden und Eoin Colfer musste durchs Fegefeuer&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Keine Panik&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der &quot;Anhalter&quot; von Douglas Adams wird 30&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Von Ben Schwan &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/keine-panik/&quot;&gt; auf taz.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&quot;&#39;The Hitchhiker&#39;s Guide to the Galaxy&#39; von Douglas Adams feiert seinen 30. Geburtstag. Der Kultklassiker hatte das Internet stark beeinflusst. Rechtzeitig zum Jubiläum erscheint die Fortsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Per Anhalter durchs Fegefeuer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Douglas-Adams-Nachfolger Colfer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Von Jörg Böckem &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,658039,00.html&quot;&gt;auf spiegel.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&quot; &#39;Geldschneiderei&#39; und &#39;Frevel&#39; waren die harmloseren Schmähungen, die sich Eoin Colfer anhören musste, als er eine Fortsetzung des Science-Fiction-Klassikers &#39;Per Anhalter durch die Galaxis&#39; schrieb. Jetzt scheint sich zwar alles in Wohlgefallen aufzulösen, doch der Ire ist sich sicher: Nie wieder!</description>
    <dc:creator>juvenil.redaktion</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.redaktion</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-08T15:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/6020946/">
    <title>Der Friedhof als Refugium</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/6020946/</link>
    <description>&lt;b&gt;&lt;i&gt;Das Graveyard-Buch&lt;/i&gt; von Neil Gaiman&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;269&quot; alt=&quot;graveyard-buch&quot; width=&quot;175&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/graveyard-buch.jpg&quot; /&gt;Während die 3D-Puppentrickverfilmung von Neil Gaimans Roman &lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;http://juvenil.twoday.net/stories/5880001/&quot;&gt;Coraline &lt;/a&gt; das Kinopublikum seit einigen Monaten in eine grell-bunte und düstere Parallelwelt entführt, ist im Arena Verlag inzwischen ein weiteres bemerkenswertes Jugendbuch des erfolgreichen britischen Schriftstellers erschienen, mit dem Neugier weckenden Titel: &lt;i&gt;Das Graveyard-Buch.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel ist als eine Anspielung auf Rudyard Kiplings Kinderbuchklassiker &lt;i&gt;Das Dschungelbuch&lt;/i&gt; zu verstehen. Beide Bücher beschäftigen sich mit dem Prozess des Erwachsenwerdens in einer ungewöhnlichen Umgebung, einem Bereich, der scheinbar abgeschnitten ist vom Rest der Gesellschaft und nach eigenen Regeln funktioniert. In Kiplings Werk wird der Junge Mowgli von Tieren im Dschungel großgezogen, während in Gailmans Roman nun Friedhofs-Geister als Erziehungsberechtigte der Hauptfigur mit dem bezeichnenden Namen Nobody Owens fungieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nobody ist noch ein Baby, als seine gesamte Familie von einem grausamen Auftragskiller getötet wird. Ihm gelingt als Einzigem krabbelnd die Flucht. Überraschenderweise wird der benachbarte Friedhof zu seinem Zufluchtsort. Die Geister der auf dem viktorianischen Friedhof beigesetzten Menschen, nehmen sich des Jungen an und werden zu Nobodys neuer Familie. Über viele Jahre hinweg bieten sie ihm Unterschlupf und Schutz vor dem mysteriösen Mörder, der unermüdlich nach ihm fahndet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In episodenhaften Kapiteln werden die Abenteuer Nobody Owens erzählt. Der Leser lernt den verwunschenen Friedhof als einen Ort voller Geheimnisse, mythischer und phantasievoller Gestalten und liebenswerter Geister kennen. Nobody lebt in einer Welt der Toten, die sich wohlwollend um ihn kümmern und ihn Menschlichkeit, Mut aber auch Fähigkeiten, zu denen nur Geister fähig sind  wie z.B. Unsichtbarkeit , lehren. Nobody reiht sich somit in die lange Liste der außergewöhnlichen Waisen der Kinder- und Jugendliteratur ein, die mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet sind, wie bspw. Harry Potter oder Momo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof fungiert als Hauptschauplatz der Handlung und stellt im doppelten Sinne ein Refugium für Nobody dar. Er bietet ihm zum einen Schutz vor der konkreten, drohenden Gefahr in Form des Auftragskillers, ist aber zum anderen auch eine ungewöhnliche Metapher für die Kindheit und Jugend. Denn irgendwann muss Nobody den Friedhof, die Insel der Ruhe inmitten einer bedrohlich anmutenden Gesellschaft, verlassen und in die Welt hinausgehen. Kurzum, er muss erwachsen werden  ebenso wie Mowgli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaiman ist mit dem &lt;i&gt;Graveyard-Buch&lt;/i&gt; ein ungewöhnlicher, spannender und intelligenter Roman gelungen, der sich durch einen sensiblen und ganz und gar nicht Furcht erregenden Umgang mit dem Tabuthema Tod auszeichnet, ohne diesen Aspekt bemüht in den Vordergrund zu stellen. Denn vor allem handelt es sich beim &lt;i&gt;Graveyard-Buch&lt;/i&gt; um eine abenteuerliche und mitreißende Geschichte, bei der der Humor nicht zu kurz kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ironischerweise ist ausgerechnet dieser &quot;Friedhofs-Roman, der in Amerika mit bedeutenden Jugendliteraturpreisen ausgezeichnet wurde, ein Plädoyer für das Leben. Er vermittelt die Überzeugung, dass das Leben, trotz der schmerzvollen Erfahrungen, die jedem widerfahren können, voller kleiner Glücksmomente und Entdeckungen steckt. Man muss nur den Mut haben sich dem Abenteuer Leben zu stellen. (Anette John)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neil Gaiman: &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Das Graveyard-Buch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Englischen von Reinhard Tiffert&lt;br /&gt;
Arena Verlag, 2009&lt;br /&gt;
312 Seiten, gebunden&lt;br /&gt;
14,95 EUR, ISBN 978-3-401-06463-5</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-02T06:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5995695/">
    <title>nominiert: &quot;Die Bücherdiebin&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5995695/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Auswahl Jugendjury&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Markus Zusak&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/preis_der_jugendjury-5/artikel-die_buecherdiebin-74.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Die Bücherdiebin&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst&lt;br /&gt;
cbj, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Buecherdiebin&quot; width=&quot;267&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Buecherdiebin.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, cbj Kinder- und Jugendbücher, München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine kalte Geschichte, erzählt mit Wärme&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Eine bayrische Kleinstadt zu Beginn des zweiten Weltkrieges. Liesel, ein abgemagertes, von Trauer erfülltes Mädchen, wird nach dem Tod ihres Bruders von ihrer Mutter bei Pflegeeltern abgegeben. Zum ersten Mal dem Tod begegnet, ist ein gestohlenes Buch ihre einzige Erinnerung an die verlorene Familie. Es ist nicht das letzte Buch, das die Leseratte sich aneignet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Bücherdiebin&lt;/i&gt; erzählt mit viel Feingefühl von einer zerrissenen Jugend im zweiten Weltkrieg. Einerseits sorgt alltägliches wie Fußballspielen und Äpfel klauen für Geborgenheit, andererseits muss Liesel ein schweres Geheimnis bewahren und wird von Alpträumen geplagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Besondere an diesem Roman ist, dass die Geschichte nicht aus der Sicht der Hauptfigur erzählt wird, sondern aus der Perspektive des Todes höchstpersönlich. Und dieser kann sich so manchen trockenen Kommentar nicht verkneifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markus Zusak erzählt mit viel Humor und Wärme eine kalte Geschichte. Die ungewöhnliche Perspektive schafft dabei die nötige Distanz zu den schrecklichen Ereignissen, die mit manchmal schmerzhaft treffender Sprache geschildert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Romane des deutsch-australischen Autors werden von jugendlichen als auch erwachsenen Lesern geschätzt. Bereits 2007 verlieh die Jugendjury ihm und Übersetzerin Alexandra Ernst den Deutschen Jugendliteraturpreis für den Roman &lt;i&gt;Der Joker&lt;/i&gt;. Obwohl der Autor selbst &lt;i&gt;Die Bücherdiebin&lt;/i&gt; als sein erstes Werk für Erwachsene bezeichnet, hat er es auch mit diesem Roman in die Auswahlliste der Jugendjury geschafft. In Deutschland ist das Buch sowohl als Jugend- als auch als Erwachsenenausgabe erhältlich. (Anne Siebeck)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-16T10:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5995658/">
    <title>nominiert: &quot;Wintereis&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5995658/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Jugendbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Peter van Gestel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/jugendbuch-3/artikel-wintereis-60.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Wintereis. Roman&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Niederländischen und mit &lt;br /&gt;
einem Nachwort von Mirjam Pressler&lt;br /&gt;
Beltz &amp; Gelberg, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Wintereis&quot; width=&quot;267&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Wintereis.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Beltz &amp; Gelberg, Weinheim, Basel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Frost und Schneeschmelze&lt;/b&gt;, Kindheit und Jugend, Schweigen und Reden, Vergangenheit und Zukunft, Verdrängung und Sehnsucht. Der bereits mehrfach ausgezeichnete Roman Wintereis des berühmten, 1937 geborenen niederländischen Autors Peter van Gestel, siedelt vieles zwischen den Welten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es die Freundschaft zwischen dem zwölf Jahre alten Thomas mit dem gleichaltrigen Zwaan und dessen zwei Jahre älterer Cousine Bet. Es gibt den fragilen Zustand der Erwachsenen, die nach den zurückliegenden Ereignissen im Krieg kaum den Alltag bewältigen, in Amsterdam, im Februar 1947 als die Grachten zugefroren sind. Alle haben großen Verlust zu beklagen: Thomas Mutter starb an Typhus, Zwaans Eltern und Bets Vater wurden von den Nazis deportiert und umgebracht. Der Ich-Erzähler Thomas erfährt von Zwaan, dass er während der Zeit deutscher Besatzung in einem Versteck lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leser lässt sich nicht blenden und hat ein Vergnügen an den sprudelnden, blitzschnellen Dialogen, die das Gegenteil dessen besagen, was sie meinen. Die vordergründigen Gleichgültigkeiten sind in Wirklichkeit wahre Liebeserklärungen der drei untereinander. Hinter dieser Rauheit finden die drei Freunde eine Möglichkeit, sich in diesem schwierigen Dazwischen zurechtzufinden und die Worte bleiben nicht Hülle des Gesagten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die metaphorische Schmelze des Beschweigens zurückliegender Ereignisse im Krieg geht einher mit dem Jahreszeitenwechsel und mündet nicht in ein tröstliches, glättendes Ende. Tröstlich ist jedoch das Wissen der drei Freunde umeinander, wenn auch jeder seinen eigenen Weg geht, bis Amerika. Zurück bleibt das Schwebende, dessen Ambivalenz zugleich Eigenart und große Stärke dieses Romans ist. (Linde Storm)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-16T09:56:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5980673/">
    <title>nominiert: &quot;Der Traum vom Fliegen&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5980673/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Sachbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Susanna Partsch &amp; Rosemarie Zacher&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/sachbuch-4/artikel-der_traum_vom_fliegen-67.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Der Traum vom Fliegen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wie Leonardo &amp; Co. sich und anderen Flugapparate bauten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Bloomsbury Kinderbücher &amp; Jugendbücher, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Traum-vom-Fliegen&quot; width=&quot;316&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Traum-vom-Fliegen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Bloomsbury  Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Mit den Augen eines Leonardos&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Eine auf einem Stift reitende kleine Hexe aus Knete, ein über Häuser schwebendes Liebespaar auf einem Bild von Chagall, viele Zeichnungen von Flugkonstruktionen Leonardo da Vincis und die in die marokkanische Wüste aus Lehm gebaute 16 Meter hohe Himmelstreppe des Malers und Bildhauers Hannsjörg Voth  was verbindet sie? Der Traum vom Fliegen! Das gleichnamige Sachbuch ist der dritte Band der Reihe &lt;i&gt;Kunst kennen  Kunst können&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfaden durch das Buch sind die vielen Fluggeräte, die Leonardo da Vinci im Laufe seines Lebens gezeichnet hat. Locker wechseln sie ab mit eingefügten Erläuterungen über den Luftwiderstand, den Austausch von warmer und kalter Luft, mit einer Friedenstaube und einem Raubvogel auf dem Bild &lt;i&gt;Taufe Christi&lt;/i&gt; von Leonardo und vielem mehr. Das Buch zeigt eine spielerische Mischung der unterschiedlichsten Zugänge zum Thema Fliegen: von der Bildkunst, über die Geschichte des Fliegens, angefangen bei Daidalos und Ikarus, bis hin zur Raumfahrt, Naturbeobachtungen sowie Anleitungen, das Fliegen selbst in die Hand zu nehmen und Flugobjekte verschiedenster Bauart zu basteln. Die Leser finden also z. B. Anleitungen zum Bauen von Nurflügelfederfliegern, einem kleinen Fallschirm oder auch einer Wasserrakete, lernen aber auch die &lt;i&gt;Mona Lisa&lt;/i&gt; und das &lt;i&gt;Abendmahl &lt;/i&gt;kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses kleine, ungewöhnliche Sachbuch für Leser ab acht Jahren regt an zu einer Weitung des Blicks, der auch einmal thematisch das zueinander bringt, was nicht gleich offensichtlich ist. Seine Stärke ist die Ungezwungenheit und das Assoziative der Aufbereitung des Materials. Es ist genau das, was Leonardo da Vinci selbst tat: Beobachten, Malen, Konstruieren, Zeichnen, Probieren. Vielleicht betrachtet man nun das Staubkorn im Sonnenlicht, fallende bunte Blätter und die Zugvögel im Herbst, ein durch die Luft wirbelndes Samenkorn, den selbst gebastelten Papierflieger oder die in der Vorweihnachtszeit vermehrt auftretenden Engel und ihre Flügel fortan anders.&lt;br /&gt;
Eine Zeittafel über das Leben Leonardo da Vincis und ein Abbildungsverzeichnis ergänzen den Band. (Linde Storm)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
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    <title>nominiert: &quot;Das Rätsel der Varusschlacht&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5980644/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Sachbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wolfgang Korn (Text)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Klaus Ensikat (Illustration)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/sachbuch-4/artikel-das_raetsel_der_varusschl-68.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Das Rätsel der Varusschlacht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Archäologen auf der Spur der verlorenen Legionen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Fackelträger Verlag, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Varusschlacht&quot; width=&quot;273&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Varusschlacht.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Fackelträger Verlag Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Spurensuche&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Quintili Vare, legiones redde!&lt;/i&gt;  Quinctilius Varus, gib die Legionen zurück! Hat der römische Kaiser Augustus tatsächlich mit diesen Worten seiner Trauer über den Verlust der Legionen 17, 18 und 19  und damit über den Tod von etwa 20.000 Menschen  Ausdruck verliehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiss ist das nicht. Sicher aber ist, dass im Jahr 9 n. Chr. eine verheerende Schlacht in der norddeutschen Tiefebene östlich des Rheins zwischen Römern, angeführt von Varus, und Germanen, befehligt vom Cherusker Arminius (dessen römischer Name ins Deutsche mit &quot;Hermann übersetzt wurde) stattfand, die mit ungeheuren Verlusten auf römischer Seite endete. Aber wo genau wurde die Schlacht ausgefochten? Dem Forscher liegt zweierlei Material vor: Funde in der Region wie etwa 1.500 römische Münzen und römische Quellen, in denen die Schlacht  eben aus römischer Sicht  erwähnt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &lt;i&gt;Das Rätsel der Varusschlacht&lt;/i&gt; von Wolfgang Korn beginnt die Suche nach diesem Ort mit einer Darstellung der Untersuchungsmethoden der Wissenschaftsdisziplinen Geschichte und Archäologie. Der Erzähler, obgleich er mit einer Stimme spricht, lotet quasi dialogisch und stets sorgfältig und gründlich das Für und Wider der Argumentationsstränge für die unterschiedlichen örtlichen Zuweisungen der Schlacht aus (zur Varusschlacht gibt es ca. 700 Theorien). Der Leser wird somit selbst zum Forscher. Ob das nicht störend wirkt? Trotz völliger Abwesenheit Affekt heischender Thesen, erwartet den Leser eine packende, wissenschaftliche, chronologisch angelegte Spurensuche. Er erhält z. B. Einblick in den germanischen und römischen &quot;Kriegeralltag sowie grundlegende strategische Überlegungen. Nebenbei erfährt er, dass &quot;Thusnelda die Frau des Arminius ist und dass ein Römer durch Helm, Kettenpanzer, Gürtel, Schild, Schwert, Dolch und Wurflanze ein zusätzliches Kampfgewicht von 30 kg tragen musste. Nicht also die Schlacht selbst wird hier &quot;ausgeschlachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissen wird auch ästhetisch vermittelt durch die mit Ensikats typischem feinem Strich gezeichneten ansprechenden Illustrationen. Uniformen, Münzen, Kriegsschiffe, Landkarten, Gebäude  u.v.m. nehmen so Gestalt an. In kleinen Infokästen werden z. B. Tacitus, das Hermanns-Denkmal, die Ausstattung Germanischer Kämpfer oder das Weltkulturerbe Limes erläutert. Lektüreempfehlungen am Ende des Buches ermöglichen einen weiteren Zugang zu dem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In überaus positiver Weise konkurrieren die beiden Themen dieses Sachbuches: Die Varusschlacht, aufgezeigt am Beispiel einer ausgewogenen methodischen Annäherung oder die Darstellung einer mitreißenden Untersuchungsmethode von Forschern am Beispiel der Varusschlacht. Die Faszination, die das Rätsel um den genauen Austragungsort der Varusschlacht seit jeher verströmt, hat unmerklich Raum gemacht für die Freude an der Spurensuche selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses 224 Seiten umfassende Sachbuch ist ein vom Verlag ausgewiesenes Beispiel für einen in diesem Falle sinnvoll gefüllten &quot;All-age&quot;-Literaturbegriff, mit der Altersangabe: &quot;Ein Wissensbuch für Leser zwischen 10 und 100.&quot; (Linde Storm)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-13T06:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5972568/">
    <title>nominiert: &quot;Tote Maus für Papas Leben&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5972568/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Kinderbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Marjorlijn Hof&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/kinderbuch-2/artikel-tote_maus_fuer_papas_lebe-56.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Tote Maus für Papas Leben&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik&lt;br /&gt;
Bloomsbury Kinderbücher &amp; Jugendbücher, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.berlinverlage.de/images/catalogue/300dpi/9783827053237.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Tote-Maus-fuer-Papas-Leben&quot; width=&quot;251&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Tote-Maus-fuer-Papas-Leben.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Bloomsbury Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;&quot;Mein Vater war auf dem Weg in den Krieg.&lt;/b&gt; Die Tasche war schon gepackt, er musste sich nur noch verabschieden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt; Was für ein Anfang in einem Kinderbuch! Und weiter geht &lt;i&gt;Tote Maus für Papas Leben&lt;/i&gt; in der Logik, die bestimmend ist für die Erzählung: &lt;i&gt;&quot;Eigentlich geht man in die verkehrte Richtung, wenn man in den Krieg geht. Man sollte ihm so fern wie möglich bleiben.&quot; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die Logik eines Mädchens, das vielleicht elf Jahre alt ist, Kiki heißt und die Geschichte erzählt. Kikis Vater zieht regelmäßig in Krisengebiete, um dort als Arzt zu helfen. Dieses Mal reist er in eine nicht näher benannte Gegend, in der Krieg herrscht, und wie jedes Mal warten seine Frau und seine Tochter zuhause sehnsüchtig auf seine Anrufe. Doch dieses Mal kommen irgendwann keine Anrufe mehr und die Daheimgebliebenen erfahren, dass der Vater verschwunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kiki denkt über &quot;verirrte Kugeln&quot; nach, die ihren Vater treffen könnten. Da nützt es auch nichts, dass ihr die Erwachsenen klar machen wollen, dass es keine verirrten Kugeln gebe. Ihr Vater könnte auch an Gelbfieber erkranken oder an Malaria, das Flugzeug könnte abstürzen oder er mit dem Auto verunglücken. Kiki weiß, dass ihre Befürchtungen nicht aus der Luft gegriffen sind, dennoch tun die Erwachsenen ihre Sorgen ab und beschwichtigen, indem sie von Schutzimpfungen und ähnlichem sprechen. Und von Wahrscheinlichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&quot;Nun musste ich erst mal über Wahrscheinlichkeiten nachdenken, die man größer oder kleiner machen konnte. &lt;br /&gt;
Ich dachte an Johnnys Vater. Den einzigen toten Vater, den ich kannte. Ich kannte außerdem noch drei Kinder mit einer toten Katze, zwei Kinder mit einem toten Hund und ein Kind mit einer toten Maus.&lt;br /&gt;
[] Ich kannte niemanden mit einem toten Hund und einem toten Vater. Ein toter Hund und ein toter Vater kamen so gut wie gar nicht vor. Meine Mutter würde so etwas eine kleine Wahrscheinlichkeit nennen. Noch unwahrscheinlicher war jemand mit einer toten Maus, einem toten Hund und einem toten Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Kann ich eine Maus haben?&quot; fragte ich meine Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;So beginnt Kiki damit, Einfluss auf den Lauf der Dinge nehmen zu wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &lt;i&gt;Tote Maus für Papas Leben&lt;/i&gt; hat die niederländische Autorin Marjolijn Hof eine mutige Erzählung geschrieben. Über kindliche Ängste, Hoffnungen und Logik. Über Erwachsene, die denken, dass sie die Kinder beschützen müssen und dabei versuchen, ihre eigenen Ängste zu verbergen. Über die Frage, ob das Verhalten des Vaters selbslos oder egoistisch ist. Über ein starkes Mädchen, das mit Willenskraft und Einfallsreichtum auf das Leben reagiert. Kiki könnte die Schwester von Polleke sein, der bekannten Kinderbuchheldin von Guus Kuijer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Tote Maus für Papas Leben&lt;/i&gt; gibt es mittlerweile auch als Hörbuch im Audio Verlag. Außerdem hat das Theaterhaus Frankfurt eine &lt;a href=&quot;http://www.theaterhaus-frankfurt.de/inc/index.php?n=4,40,show&amp;show_id=190&amp;categorie=gastspiel&quot;&gt;Inszenierung von Tote Maus für Papas Leben&lt;/a&gt; im Programm, welche auf beeindruckende Weise die schwierigen sowie die entlastenden Momente der Erzählung auf die Bühne bringt. Die Inszenierung endet mit einem tiefen Aufatmen, und die Erzählung mit dem Satz: &lt;i&gt;&quot;Sein Brustkorb hob und senkte sich langsam.&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat eigentlich schon einmal jemand über die Kinder nachgedacht, deren Väter in Afghanistan sind? (Kirsten Waterstraat)</description>
    <dc:creator>juvenil.kw</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.kw</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-12T06:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5984324/">
    <title>nominiert: Scherbenpark</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5984324/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Jugendbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alina Bronsky&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/jugendbuch-3/artikel-scherbenpark-64.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Scherbenpark&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Kiepenheuer &amp; Witsch, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Scherbenpark&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Scherbenpark.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Kiepenheuer &amp; Witsch, Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vorsicht, Scherben! &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der Debütroman &lt;i&gt;Scherbenpark&lt;/i&gt; der jungen, in Frankfurt lebenden Autorin mit dem Pseudonym Alina Bronsky erzählt aus der Perspektive des siebzehnjährigen Mädchens Sascha, wie es ist in einem ghettoähnlichen Wohnviertel am Rande einer deutschen Großstadt zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sascha, eine russische Migrantin, ist überdurchschnittlich intelligent, überdurchschnittlich schlagfertig und vor allem, so scheint es zunächst, überdurchschnittlich abgebrüht. Denn sie ist getrieben von mörderischen Rachegelüsten: Sie möchte Vadim töten, den ehemaligen Lebensgefährten und Mörder ihrer Mutter. &lt;br /&gt;
Sascha beschreibt darüber hinaus realitätsnah ein Milieu, das den meisten Menschen völlig unbekannt ist. Eine Art Parallelgesellschaft, in der man aufpassen muss wo man hintritt, denn inmitten der metaphorischen und realen Scherben kann man sich nur allzu leicht blutige Verletzungen zuziehen. Sascha ist jedoch zu eigensinnig, um vorsichtig zu sein. Sie setzt auf Konfrontation. Mit Vorliebe bricht sie die Regeln des Viertels, spielt lieber Schach und lernt, anstatt sich auf dem Spielplatz mit Gleichaltrigen zu betrinken. In einer klaren, schnörkellosen Sprache werden ihre Wut, ihre erzwungene Selbstständigkeit und die Unterschiede zwischen ihr und ihren wohlbehütet aufwachsenden Mitschülerinnen geschildert. Sascha gibt sich unverwundbar, doch für den aufmerksamen Leser ist ihre Verletzlichkeit und Melancholie deutlich spürbar, nicht nur zwischen den Zeilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erstaunliche an &lt;i&gt;Scherbenpark &lt;/i&gt;ist außer dem mitreißenden Plot und dem Thema, das bisher eher selten Gegenstand der Jugendliteratur war, vor allem der Erzählstil. Denn dieser zeichnet sich, trotz der dramatischen Thematik, durch trockener Humor, Sarkasmus und scharfe Beobachtungsgabe aus. Die Autorin verzichtet außerdem auf Unterteilungen in Kapitel und vermittelt so das Gefühl, die junge Hauptfigur Sascha sitze dem Leser persönlich gegenüber und erzähle in einem rasenden und eigenwilligen Erzähltempo, das keine Unterbrechung duldet, ihre Geschichte. Man kann sich Sascha nicht entziehen und der spannende Roman lässt den Leser erst los, wenn er auf der letzten Seite angelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Autorin Alina Bronsky, die im Alter von dreizehn Jahren mit ihren Eltern aus Russland nach Deutschland auswanderte, kennt das soziale Milieu, dem sie sich widmet, was erklärt, warum ihr Werk so glaubwürdig wirkt und sich nicht in gängigen Klischees verliert. &lt;i&gt;Scherbenpark &lt;/i&gt;bekam nach seiner Veröffentlichung viel mediale Aufmerksamkeit und wurde u. a. in der Sendung Lesen! von Elke Heidenreich und Campino, dem Sänger der &quot;Toten Hosen, wärmstens empfohlen. Ob dieser Roman den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch gewinnen wird, ist schwer einzuschätzen, aber eines steht fest: &lt;i&gt;Scherbenpark &lt;/i&gt;ist ein außerordentlich gelungenes Debüt und macht die Jugendliteratur um eine starke weibliche Heldin reicher. Der Roman rüttelt auf, ohne bemüht Betroffenheit evozieren zu wollen und verdient daher eine große Leserschaft. (Anette John)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-11T06:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5984338/">
    <title>Nominiert: Rabenhaar</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5984338/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Kinderbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Do van Ranst&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/kinderbuch-2/artikel-rabenhaar-59.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Rabenhaar&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann&lt;br /&gt;
Mit Vignetten von Eva Schöffmann&lt;br /&gt;
Carlsen, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://tdb.carlsen.de/carl2_resources/uploads/cover/amazon/9783551554468.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Rabenhaar&quot; width=&quot;281&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Rabenhaar.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Carlsen Hamburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Es ist das letzte große Spiel&lt;/b&gt; für Bram und seine Clique, bevor sich die Wege der 14-Jährigen trennen. Schon vieles haben sie gespielt, doch diesmal soll es etwas ganz Besonderes sein. Schließlich lassen sich alle auf Rabenhaars Vorschlag ein, eine Hochzeit zu feiern  mit Rabenhaar als Braut und Bram als Bräutigam. &lt;br /&gt;
Rabenhaar heißt eigentlich Fatima und kommt aus Marokko. Sie gehört noch nicht allzu lange zur Clique und kommt auch erst seit kurzem wieder zu den Treffen in einem alten Holzschuppen. Der Grund für Fatimas Verschwinden war das letzte Spiel der Clique: Ein Filmdreh, bei dem sich Rabenhaar und Bram am Ende küssen sollten. Doch genau bei diesem Kuss platzte Rabenhaars Vater herein. Wütend zerrte er seine Tochter an den Haaren heraus und beschimpfte sie als Hure. Für ein paar Wochen war Rabenhaar verschwunden. Sprachlos und verwirrt blieben Bram und seine Freunde zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der flämische Autor Do van Ranst hat eine Erzählung geschrieben, die die Problematik kultureller Unterschiede und von Zwangsverheiratungen auf besondere Weise erzählt ohne dabei anbiedernd oder belehrend zu wirken. Wir mögen alle verrückt nach Rabenhaar sein, anfangs hatten wir Schwierigkeiten mit ihrer Anwesenheit. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir sie nett fanden. Oder besser gesagt: bis wir es zugaben. Auch Bram und seine Freunde haben zunächst Vorurteile gegenüber Fatimas Kopftuch, ihrem Bedürfnis, die Schuhe im Schuppen ausziehen zu müssen und ihrem scheuen Wesen, das oft auch nur von innen lachte. Doch bald schon gehört Fatima zur Clique. Ihren wunderschönen langen schwarzen Haaren verdankt sie den Namen Rabenhaar. &lt;br /&gt;
Erst während des jetzigen Spiels können die Freunde wieder über das Geschehnen sprechen und die Reaktion des Vaters einordnen. Nach und nach erzählt Rabenhaar von ihrer Familie, die streng gläubig ist. Sie erzählt von den Sünden, zu denen auch ein Kuss gehört, von ihren Schwestern, die mit 14 Jahren verheiratet wurden und der Tatsache, dass ihr vermutlich dasselbe droht. Und genau das ist der Grund, warum sie sich das letzte Spiel gewünscht hat. Sollte ihr Vater tatsächlich einen Mann für sie aussuchen, so möchte sie doch wenigstens einmal denjenigen geheiratet haben, in den sie wirklich verliebt ist. &lt;br /&gt;
Ernsthaft und sehr offen erzählt Rabenhaar, was es bedeutet unbefleckt zu sein, was es heißt verheiratet zu werden und ab wann ein Mädchen eine Frau ist. Für die Freunde ist es zunächst schwer, das alles zu verstehen: Ich finde es so wenig normal, dass ich mich frage, ob wir dieses Gespräch überhaupt führen dürfen. Ich schaue mich um und sehe den Käscher, mit dem wir so hoffnungsvoll auf die Frösche gewartet haben. Ich sehe den Bollerwagen, mit dem wir Dutzende von erfundenen Bränden gelöscht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht um Viel in Do van Ranst&#39; ruhigem, aber wort- und bildstarken Buch. Es geht um das Erwachsenwerden, um Verliebt sein und Eifersucht, um Spiel und Ernst. Als Bram das Hochzeitskleid nicht sehen darf, wird ihm bewusst: Das ist eben eine der Spielregeln, die man einhalten muss. Mein Körper tut fast weh dabei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung endet mit einem glücklichen Brautpaar und einem echten, mega-sündhaften Kuss. Gleichzeitig lässt der Autor dem Leser die Hoffnung, dass Rabenhaar in Wirklichkeit vielleicht doch nicht verheiratet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Cover der belgischen Original-Ausgabe liegt ein Mädchen im Gras und schaut in den Himmel - ein ähnliches Motiv wäre auch für die deutsche Ausgabe wünschenswert gewesen. Das von Eva Schöffmann gestaltet Cover ist schön, passt aber nicht zum Inhalt des Buches, im Gegensatz zu den filigranen schwarz-weiß Vignetten im Innenteil, die den Text auf besondere Weise unterstreichen. Statt einer sensiblen Geschichte über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und kultureller Unterschiede verheißt das Cover viel eher ein Märchen bzw. ein Buch für sehr junge Leser. &lt;br /&gt;
2007 erhielt Do van Ranst für sein Jugendbuch &lt;i&gt;Wir retten Leben&lt;/i&gt;, sagt mein Vater den Deutschen Jugendliteraturpreis. Wie vielfältig, niveauvoll und preisverdächtig der Autor schreiben kann, beweist er auch mit &lt;i&gt;Rabenhaar&lt;/i&gt;. (Brigitte Paul)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-10T08:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5984255/">
    <title>Lesenswert: &quot;The arrival&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5984255/</link>
    <description>Kommentar zur nominierten graphik novel &lt;i&gt;Ein neues Land&lt;/i&gt; : &lt;a href=&quot;http://juvenil.twoday.net/stories/5975600/#5984247&quot;&gt;http://juvenil.twoday.net/stories/5975600/#5984247&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>juvenil.redaktion</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.redaktion</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-09T15:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5982217/">
    <title>nominiert: &quot;Die Nackten&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5982217/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparten Jugendbuch und Preis der Jugendjury&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Iva Procházková&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/jugendbuch-3/artikel-die_nackten-63.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Die Nackten. Roman&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Sauerländer, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Die-Nackten&quot; width=&quot;242&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Die-Nackten.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Sauerländer Düsseldorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Sie ist nackt durch das Dorf gelaufen.&quot;&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Der erste Satz lässt wilden Vorstellungen und Spekulationen freien Lauf und der Titel des Buches wirkt vielleicht provozierend. Letztendlich aber ist er irreführend, denn wirklich nackt sind die Protagonisten des Buches,  wenn überhaupt, dann nur ganz kurz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nacktsein steht in Pocházkovás Roman &lt;i&gt;Die Nackten&lt;/i&gt; metaphorisch für die seelische Blöße der Pubertät, einem eigenartigen, schmerzhaften, erregenden, mitunter aber auch hilflosen und nicht wiederholbaren Zustand, der das eigentliche Thema des Romans ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;In der Pubertät ist der Mensch nackt, also berührt ihn alles direkt.&quot;, heißt es in einer Schlüsselszene des Buches. &quot;Erst wenn du älter wirst, beginnst du dich anzuziehen. () Du legst dir immer mehr Schichten zu, die dich unempfindlich machen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einzelnen, aufeinander bezogenen, aber sich nur wenig überlappenden Episoden erzählt Iva Pocházková wie fünf sehr verschiedene 16-18jährige Jugendliche diese Zeit der Verletzlichkeit, der Zweifel und der Suche nach Sinn, nach Autonomie und Individualität erleben. Und sie erzählt von einem heißen Sommer in einem tschechischen Dorf an der Elbe und in der Großstadt Berlin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist zum einen Sylva: hochbegabt, naturverbunden, unangepasst; freiheitsliebend und die einzige Figur, die direkt oder indirekt mit allen vier anderen Figuren des Romans in Kontakt steht. Zum Beispiel mit Filip, dem Nachbarsjungen im Dorf, der in sie verliebt ist, seine Gefühle aber nicht zeigen kann, sondern sich nur hinter intellektuellen Worthülsen versteckt. Dann Niklas, Sylvas Freund aus Kindergartentagen, der eigentlich Filmemacher werden wollte, und den sie in Berlin sucht. Niklas aber weist Sylva zurück und läuft durch seine Liebe zu Evita Gefahr, der Dogensucht zu verfallen. Robin schließlich, der in der Berliner Nachbarwohnung von Sylvas Mutter lebt, ist genauso unangepasst und einzelgängerisch wie Sylva. Robin hat eine herzkranke Mutter und einen schroffen und strengen Vater, um dessen Anerkennung er kämpft.&lt;br /&gt;
In ausdrucksstarken Bildern, mit sensibler, sinnlicher aber mitunter auch sperriger Sprache beleuchtet Pocházková in mehreren Einzelansichten die Entwicklungen der fünf Jugendlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Nackten&lt;/i&gt; ist sowohl von der Kritiker-, als auch von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2009 nominiert. Allein diese Tatsache spricht für den Roman. Man darf gespannt sein, ob Iva Pocházková zwanzig Jahre nach &quot;Die Zeit der geheimen Wünsche&quot; erneut den Deutschen Jugendliteraturpreis erringen kann. Noch ist dieses Ende so offen wie ihr neuer Roman. (Sonja Müller)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Begründungen von &lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/jugendbuch-3/artikel-die_nackten-63.html&quot;&gt;Kritiker-&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/preis_der_jugendjury-5/artikel-die_nackten-73.html&quot;&gt;Jugendjury&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-09T05:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5980615/">
    <title>nominiert: &quot;Was ist da passiert?&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5980615/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Sachbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bruno Heitz (Illustration)&lt;br /&gt;
Béatrice Vincent (Idee und Text)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/sachbuch-4/artikel-was_ist_da_passiert-65.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Was ist da passiert? &lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Französischen von Edmund Jacoby&lt;br /&gt;
Gerstenberg, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Was-ist-da-passiert&quot; width=&quot;337&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Was-ist-da-passiert.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Gerstenberg Hildesheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alles ist eine Frage des Blickwinkels.&lt;/b&gt; Dieser Redewendung verleiht das Bilderbuch &lt;i&gt;Was ist da passiert?&lt;/i&gt;  wortwörtlich Ausdruck. Der Betrachter lernt das jeweilige Gesichtsfeld, die Farb- und Bewegungswahrnehmung verschiedener Tiere kennen. Er erfährt beispielsweise, dass die Katze ein Gesichtsfeld von 280 Grad hat (der Mensch überblickt 180 Grad) und kein Rot erkennen kann, wohingegen das Pferd ein Gesichtsfeld von 355 Grad hat, aber nur Gelb- und Grüntöne wahrnimmt. Der Bulle wiederum kann nur Einzelbilder erkennen und erschrickt daher bei plötzlichen Bewegungen. Was der sprichwörtlich blinde Maulwurf sieht, kann sich der Betrachter denken ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermittlung dieses Sachwissens ist in eine Gartenszene eingebettet. Pferd, Bulle, Katze, Chamäleon und Bär sitzen an einem Tisch und spielen Karten. Bumm Badabumm ertönt es von der anderen Seite der den Garten begrenzenden hohen Mauer. Die Katze riskiert als erste einen Blick über die Mauer   Blättert der Betrachter nun eine Seite weiter, sieht er selbst mit den Augen einer Katze, d. h. er sieht alles in grünlich-bläulichen Tönen etc. Nun blicken alle Tiere detektivisch nacheinander (wieso wird hier der ebenfalls anwesende Bär ausgeblendet?) über die Mauer, und der Betrachter kann nun selbst mit Pferdeaugen, Bullenaugen, also jeweils unterschiedlichem Gesichtsfeld sehen. Grund für den Tumult ist ein Elefant, aber darauf kommt es gar nicht so an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man das Erscheinungsjahr dieses comicartigen Sachbilderbuches nicht kennen, würde man es wohl in einem anderen Jahrzehnt ansiedeln, in dem eine etwas andere ästhetische Wahrnehmung herrschte und Neon-Orange-Pink geschätzt wurde. Diese Farbe dominiert das Cover und die Rückseite. Ganz im Gegensatz dazu sind die Farben der tierischen Figuren in Menschenkleidung wiederum in gedeckten Tönen gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt eine gewisse Spannung in dem vermittelten Stoff und dem Illustrationsstil. Verstehen Vier- bis Fünfjährige, was ein Gesichtsfeld von 355 Grad ist? Das Thema Optik dürfte die kindlichen Leser mehr als fordern, zumal die unterschiedlichen &quot;Blickwinkel&quot; nur beschrieben, nicht aber erläutert werden. Hervorzuheben ist lediglich die Grundidee dieses Sachbilderbuches, jungen Lesern unterschiedliche Blickwinkel für ein und dieselbe Gegebenheit zu zeigen  denn dies ist auch auf anderes übertragbar. (Linde Storm)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-08T05:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5979214/">
    <title>nominiert: &quot;Räuberkinder&quot;</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5979214/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Bilderbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Antje Damm&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/bilderbuch-1/artikel-raeuberkinder-47.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Räuberkinder&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Gerstenberg 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Antje-Damm-Raeuberkinder-&quot; width=&quot;397&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/Antje-Damm-Raeuberkinder-.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Gerstenberg Hildesheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cremefarbene Tapete mit bunten Streublümchen und brauner Holzfußboden. Das ist die Kulisse für die beiden Räuberkinder, die wirklich sehr, sehr böse sind. Diese Ambivalenz ist es, die das Charakteristische des kleinen Pappbilderbuches (15x15 cm)  ausmacht  inhaltlich und stilistisch. Aus der Tasche des Räubermädchenkleides lugt ein Knochen hervor. Ein Totenkopf macht sich auf der kindlichen Brust des Räuberjungen-T-Shirts breit. Die Arme haben sie noch zurückhaltend hinter dem Rücken verschränkt. So lernt der Betrachter die Räuberkinder kennen  ganz harmlos. Wenn da nicht schon dieser schielende, nichts Gutes verheißende  Blick beider wäre. Und wieso liegt vor ihnen auf dem Boden ein Fisch, in dessen Rücken ein Messer steckt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sollen sich brave Kinder nicht benehmen? Die Räuberkinder zeigen es vorbildlich, Seite für Seite. Der Text schlängelt sich irgendwie entlang und kommentiert das Geschehen auf der gegenüberliegenden Bildseite: Nie würden sie etwas miteinander teilen. Beide Kinder schlecken an ihren vielen bunten  Eiskugeln und beäugen sich; ein Zaun trennt sie. Rote Tulpen schmücken die Wiese des Räubermädchens, der Junge steht auf einer Wiese voller blauer Tulpen. Sie waschen sich auch so komisch, kümmern sich um Tiere, indem sie Kleber auf einen Hundeknochen streichen, auch essen und spielen sie so, wie Eltern das nicht gerne sehen. Wo sind überhaupt die Erziehungspersonen? Ihnen ist die Rolle als Betrachter oder Vorleser vorbehalten, sie bleiben außerhalb des Buches. Schwarze Konturen verleihen den Figuren etwas rasch dahin Gezeichnetes,  etwas Karikaturhaftes, die Farben sind grell oder kontrastierend fahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende stehen sie doch ganz nah beieinander auf einem Stuhl, denn wenn es darauf ankommt, halten sie zusammen, die Räuberkinder. Ja weshalb denn das? Sie sehen eine Maus! Dieses etwas versöhnliche Ende ist weniger die Stärke des Bilderbuches als vielmehr die Lust am Ungehorsam, an der Normverletzung, an der kindlichen Anarchie, gezeigt an Situationen aus dem kindlichen Alltag. Der Betrachter pendelt mit großem Vergnügen in einem changierenden Spiel zwischen Übertreibung, Überzeichnung, Fremdgruseln und ungläubigem Schmunzeln hin und her  und das gilt für alle Altersstufen (Linde Storm)</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-07T07:39:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://juvenil.twoday.net/stories/5975600/">
    <title>nominiert: &quot;Ein neues Land</title>
    <link>http://juvenil.twoday.net/stories/5975600/</link>
    <description>&lt;i&gt;DJLP, Sparte Bilderbuch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Shaun Tan&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.djlp.jugendliteratur.org/bilderbuch-1/artikel-ein_neues_land-52.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Ein neues Land&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Carlsen, 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;ein-neues-Land&quot; width=&quot;306&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/juvenil/images/ein-neues-Land.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
(c) 2008, Carlsen Hamburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sprachlos &quot;Ein neues Land entdecken&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das Bilderbuch des Australiers Shaun Tan mit dem Titel &lt;i&gt;Ein neues Land&lt;/i&gt; wirkt auf den ersten Blick wie ein leicht vergilbtes altes Fotoalbum, das viele Jahre auf einem Dachboden unbeachtet zwischen verstaubten Koffern überdauert hat. Man schlägt es auf, betrachtet die zu Fotografien stilisierten Zeichnungen und hat plötzlich das Gefühl  eine Entdeckung gemacht zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeichnerisch sehr aufwendig und detailreich gestalteten Bilder erzählen die Geschichte eines Migranten, der seine Familie und seine bedrohlich anmutende Heimat verlässt, um in einem neuen Land sein Glück zu suchen. Dieses neue Land ist voller Kontraste. Mal hat man das Gefühl sich im realistisch wirkenden, frühen 20. Jahrhundert wieder zu finden, dann plötzlich in einer futuristischen, ins Phantastische abdriftenden Umgebung. Entscheidend ist jedoch, dass das neue Land sowohl auf die Hauptfigur als auch auf den Betrachter gleichermaßen befremdlich wirkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilder erzählen von den Bemühungen des Migranten sich zurecht zu finden in einem Land, dessen Sprache und Schrift er nicht beherrscht und dessen Speisen, Bräuche und architektonischen Besonderheiten ihm gänzlich fremd sind. Bei seiner Suche nach einem Arbeitsplatz trifft er auf andere Auswanderer, die ihre Geschichten mit ihm und dem Betrachter der Bilder teilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shaun Tan vermittelt, ausschließlich in Form von Zeichnungen, wie es sich anfühlt in ein fremdes Land auszuwandern. Tans gänzlicher Verzicht auf Worte ist ein geschickter Kunstgriff, um den Betrachter die Sprachlosigkeit vieler Migranten selbst erfahren zu lassen. Außerdem kann weder die Hauptfigur, noch der Betrachter dieses ungewöhnlichen Albums die seltsamen Schriftzeichen, die beispielsweise auf Plakaten der gezeichneten Häuserwände zu sehen sind, entziffern. &lt;br /&gt;
Die eindringlichen Zeichnungen sind somit ein Appell an das Einfühlungsvermögen eines jeden Betrachters und machen wortlos das Leid und die Hoffnungen von Migranten nachfühlbar. Zugleich ist &lt;i&gt;Ein neues Land&lt;/i&gt; eine Hommage an die Phantasie, denn die Bilder von fliegenden, gefalteten Papiervögeln und mysteriösen, grotesken Tieren entwickeln einen betörenden Sog, und hallen im Gedächtnis des Betrachters lange nach. &lt;br /&gt;
Shaun Tan arbeitete vier Jahre an seinem meisterhaften Buch und ließ sich u. a. von Erzählungen seines Vaters, der einst von Malaysia nach Australien übersiedelte, inspirieren. &lt;i&gt;Ein neues Land&lt;/i&gt; wurde bereits mit einigen Literaturpreisen ausgezeichnet und hätte zweifellos auch den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch mehr als verdient. Denn auch wenn dieses Buch nicht auf Dachböden, sondern in gut sortierten Buchhandlungen zu finden ist, kann man es zweifellos als eine Entdeckung bezeichnen, als ein Meisterwerk, das vor originellen Einfällen nur so sprüht und beim Betrachter das Gefühl hinterlässt, eine außergewöhnliche Leseerfahrung gemacht zu haben. (Anette John)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Shaun Tan zu Gast auf der Frankfurter Buchmesse: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Samstag, 17. Oktober 2009, 14.00 - 16.00 Uhr: &lt;br /&gt;
Shaun Tan im Gespräch mit Andreas Platthaus&lt;br /&gt;
Publikumsgespräch mit anschließender Signierstunde&lt;br /&gt;
Halle 3, Comiczentrum</description>
    <dc:creator>juvenil.beitrag</dc:creator>
    <dc:subject>BUECHER</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 juvenil.beitrag</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-06T06:31:00Z</dc:date>
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