AUSGEZEICHNET

Sonntag, 1. November 2009

Jacob Grimm-Preis für Cornelia Funke

Die Autorin erhält den Preis des "Vereins deutsche Sprache" für ihren "brillanten Umgang mit der deutschen Sprache". Sie habe "Hunderttausende Kinder zum Lesen gebracht", hieß es bei der Verleihung. Mehr auf Zeit-online.de

Montag, 19. Oktober 2009

Preisverleihung in rosa

CoverDJLP2009
Am 16. Oktober wurde zum 54. Mal der Deutsche Jugendliteraturpreis auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Welche Eindrücke von der Veranstaltung bleiben hängen? Rosa (die Farbe, in er die gesamte Bühne erstrahlte), die Coachlandschaft (auf der nur Thomas Gottschalk fehlte), die oscarhafte Nennung der Preisträger. – Die Preisträger? Die Bücher?


Seit wenigen Jahren wird der Deutsche Jugendliteraturpreis im Saal "Harmonie" des Congress Centre Messe Frankfurt verliehen, einem Saal mit ausreichend Platz für die mehr als 1.000 Gäste (darunter viele ältere und wenige junge). Die Verleihung wird wie eine Live-Sendung präsentiert und von einem Moderator geleitet. Dieser und alle weiteren Gäste werden mit eingespielter Musik auf der großzügigen Bühne empfangen. Das alles wirkt professionell und damit der Kinder- und Jugendliteratur gerecht, die kein Schattendasein zu führen braucht. Gleichzeitig wirkt die gesamte Veranstaltung aber auch übertrieben und weit entfernt vom Publikum, welches in erster Linie aus Verlagsleuten, Kritikern und Fachleuten besteht. Nicht selten war das Lachen in den Reihen begleitet von fassungslosem Kopfschütteln und ironischen Kommentaren. Die Verleihung des Jugendliteraturpreises ist der jährliche Treffpunkt der KJL-Szene, aber diese fühlt sich auf der Bühne nicht repräsentiert. Andererseits ist es gut, dass die Preisverleihung nicht in Selbstbeweihräucherung untergeht, sondern Bilder und O-Töne liefert, die auch Außenstehende ansprechen und von allgemeinen Medien aufgegriffen werden können.

DJLP_verleihung-Sparte-BilderbuchVerleihung Sparte Bilderbuch: Marc Langebeck, Shaun Tan, Eike Schönfeld, PSt Dr. Hermann Kues, (c) José Poblete

Der Moderator war, wie schon im letzten Jahr, Marc Langebeck von der Kinderbuchsendung "quergelesen" (KiKa). Auch wenn ihm anzumerken ist, dass sein Metier die Moderation einer Studiosendung und keiner großen Show ist, so ist er immerhin vom Fach – nicht wie beispielsweise Nina Ruge, die die Preisverleihung auch schon moderiert hat – und tritt angenehm unprätentiös auf. Ganz Politiker war stattdessen Hermann Kues, derParlamentarische Staatssekretär, der an Stelle von Schirmherrin Ursula von der Leyen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vertrat, welches den Preis stiftet. Kein Problem für einen Politiker, der auch noch Bücher mag, wie er zu versichern wusste.

Bücher lieben an diesem Abend natürlich alle, auch die Kinder der "Wer liest gewinnt!"-Aktion, die ausgerechnet vom Telefonbuch gesponsert wird, sowie die Begrüßenden, die ihre Ansprachen angenehm kurz hielten. Die Liebe zu Büchern wurde dann auch auf vielfältige Weise ausgedrückt, anhand von Zitaten aus dem großen Sprichwortlexikon (Hermann Kues und Gottried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins), über Bekenntnisse zum eigenen Leseverhalten mit Taschenlampe (Jürgen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse) hin zu den angenehm pragmatischen Worten von Regina Pantos (Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, welcher den Deutschen Jugendliteraturpreis ausrichtet). Das Bekennen zum Buch gipfelte in Mimi Meisters angeblichem Poetry-Slam-Beitrag (in Wahrheit handelte es sich um den Vortrag eines Gedichts) "Ich bin Alexander der Große". Gekonnt verknüpfte und reimte Meister die Weltliteratur zur Reise eines Bücherwurms. Dennoch wirkte der Vortrag wie eine bildungsbürgerliche Auftragsarbeit, in dem eine Kritik an anderen Medien nicht fehlen durfte ("Die Drei Fragezeichen hab ich nicht gehört, sondern gelesen. / Bei mir ist TV schon mit 5 out gewesen.") und der mit einem Satz endete, den zwar Jeder unterschreiben würde, der aber allzu political correct rüber kam: "Nur eins dürfen Bücher nie wieder: Brennen".

Ein weiterer kreativer Beitrag war die Präsentation der Jugendjury, die ihre nominierten Titel anhand kurzer Textabschnitte szenisch umsetzte, die Atmosphäre der Texte spürbar machte und damit die Romane und Erzählungen für einen Moment in den Mittelpunkt stellte. Dennoch bleibt es diskussionswürdig, warum die Präsentation der Jugendjury so anders geartet ist als die der Kritikerjury. Sind die Jugendlichen denn keine Kritiker?

DJLP-Jugendjury
Präsentation der Jugendjury, (c) José Poblete

Oscarhaft aber nicht oscarreif war schließlich die Verleihung der Preise. Der Politiker, dem der Bezug zu den nominierten Büchern fehlte, versuchte immerhin mit einem trocken-ironischen "Spannung" eben jene zu erzeugen. Aber es war eben kein "and the winner is …" - was ja auch nicht unbedingt sein muss. Die Preisträger selbst hatten nur kurz die Möglichkeit, etwas zu sagen, während die Jury gar nicht zu Wort kam. Lediglich die Juryvorsitzende, Susanne Helene Becker, brachte ein Statement, in welchem sie darauf hinwies, dass die Auswahl keinesfalls eine "geschmäckleriche" sei und dass jedes Buch für sich stünde und unabhängig von den übrigen nominierten Titeln beurteilt würde. Ausgezeichnet würden Bücher, die "neue kinderliterarische Maßstäbe setzen", wie beispielsweise Andreas Steinhöfels Rico, Oskar und die Tieferschatten. Die ausführlichen Jurybegründungen können im Internet nachgelesen werden. Dennoch bleiben Kriterien, Herangehensweise und Besetzung der Jury nebulös. Und gerade dies ist einer der großen Kritikpunkte am Deutschen Jugendliteraturpreis. Andererseits sind gerade die Diskussionen um die Auswahl der Jury das Salz in der Suppe.

Gerne hätte man von den Autoren mehr gehört über ihre Bücher. So erzählte der Autor Wolfgang Korn, dass er im Jubiläumsjahr 2009 kein Buch über die Varusschlacht hatte schreiben wollen, bis er auf die Idee gekommen sei, ein Jugendbuch darüber zu schreiben und der Fackelträger Verlag Das Rätsel der Varusschlacht in dem ansonsten auf Titel für Erwachsene beschränkten Programm veröffentlicht habe. Auch der Siegertitel der Jugendjury, Die Bücherdiebin, bewegt sich auf der Schwelle zwischen Jugend- und Erwachsenenbuch. cbj-Verleger Jürgen Weidenbach, der den Preis stellvertretend für den Schriftsteller Markus Zusak entgegen nahm, gab zu, dass er nicht mit einem Preis für dieses nicht gerade einfache, aber wichtige Buch gerechnet habe und zeigte sich erfreut darüber, dass die Jugendjury nun bereits zum zweiten Mal einen Titel von Zusak ausgezeichnet habe (Der Joker, 2007). (Erfolgs-)Geschichten wie diese sind es, die den Jugendliteraturpreis auszeichnen.

MomoEinige Preisträger nutzten die Gelegenheit, den Mitarbeitern in ihren Verlagen zu danken. Die Liebeserklärungen an Lektorinnen und Übersetzerinnen – die der Großteil des Publikums nicht gekannt haben dürfte – erinnerten dann wieder daran, dass es sich bei der Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises eben doch um ein Treffen der 'community' handelt. Geht man vom Applaus aus, der Steinhöfel und seinem Werk gezollt wurde, dann hatte Rico, Oskar und die Tieferschatten, ausgezeichnet in der Sparte Kinderbuch, an diesem Abend die meisten Fans.


Die "Momo" in Bronze.
Preisfigur des Deutschen Jugendliteraturpreises, (c) AKJ

Jutta Bauer, die mit dem Sonderpreis Illustration für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet wurde, nutzte die Gunst der Stunde für ein paar kritische Anmerkungen. Mit den technischen Möglichkeiten, die heute bestünden, sei es sehr leicht geworden, in die Werke von Illustratorinnen und Illustratoren einzugreifen. Wenn sie selbst aber einen grauen Himmel gemalt habe, dann habe sie das nicht ohne Grund getan und wolle nicht, dass der Verlag daraus einen andersfarbigen Himmel mache, nur weil dieser sich besser verkaufe, wie zum Beispiel ein Himmel in rosa. – Letzteres merkte Jutta Bauer übrigens mit Verweis auf die Bühnenausstattung an. (kw)

Samstag, 17. Oktober 2009

Schöne Bücher

Am 16. Oktober wurde auf der Buchmesse nicht nur der Deutsche Jugendliteraturpreis vergeben, sondern auch der Preis der Stiftung Buchkunst für die schönsten Bücher. Der Preis wird gestiftet vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Den 3. Preis erhielt ein Buch aus der Gruppe Kinder- und Jugendbuch:
Dschungelbuecher

Rudyard Kipling
Die Dschungelbücher
Boje Verlag, Köln

Illustrationen von Martin Baltscheit, Düsseldorf

Typografie, Einband- und Umschlag-gestaltung: Martin Baltscheit, Düsseldorf

Herstellung: Corinna Müller, Charlotte Tovar, Köln



Weitere schöne Kinder- und Jugendbücher:
www.stiftung-buchkunst.de (Gruppe 6)

Die Preisträger

Mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009 wurden ausgezeichnet:

Sparte Bilderbuch:
Shaun Tan: GESCHICHTEN AUS DER VORSTADT DES UNIVERSUMS
Aus dem Englischen von Eike Schönfeld
Gestaltung/Lettering von Dirk Rehm
Carlsen
juvenil-Rezension

Sparte Kinderbuch:
Andreas Steinhöfel (Text), Peter Schössow (Illustration):
RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN
Carlsen Verlag

Sparte Jugendbuch:
Kevin Brooks: THE ROAD OF THE DEAD
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
dtv

Sparte Sachbuch:
Wolfgang Korn (Text), Klaus Ensikat (Illustration):
DAS RÄTSEL DER VARUSSCHLACHT
Archäologen auf der Spur der verlorenen Legionen
Fackelträger Verlag
juvenil-Rezension

Preis der Jugendjury:
Markus Zusak: DIE BÜCHERDIEBIN
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
cbj
juvenil-Rezension

Sonderpreis für das Gesamtwerk Illustration:
JUTTA BAUER

www.djlp.jugendliteratur.org

Montag, 16. März 2009

Der Jugendliteraturpreis 2009 - Die Nominierungen

Bilderbuch

Antje Damm (Text, Illustration)
Räuberkinder
Gerstenberg Verlag

Dieter Böge (Text)
Bernd Mölck-Tassel (Illustration)
Was tun?!
Bajazzo Verlag

Norman Junge (Illustration)
Kinder-Verwirr-Buch
Aufbau Verlag

Blexbolex (Text, Illustration)
Leute
Aus dem Französischen von Edmund Jacoby
Verlagshaus Jacoby & Stuart

Shaun Tan (Illustration)
Ein neues Land
Carlsen Verlag

Shaun Tan (Text, Illustration)
Dirk Rehm (Gestaltung)
Geschichten aus der Vorstadt des Universums
Aus dem Englischen von Eike Schönfeld
Carlsen Verlag


Kinderbuch

Bart Moeyaert (Text)
Rotraut Susanne Berner (Illustration)
Mut für drei
Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler
Carl Hanser Verlag

Andreas Steinhöfel (Text)
Peter Schössow (Illustration)
Rico, Oskar und die Tieferschatten
Carlsen Verlag

Marjolijn Hof (Text)
Tote Maus für Papas Leben
Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik
Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher

Watt Key (Text)
Alabama Moon
Aus dem Englischen von Jaqueline Csuss
Cecilie Dressler Verlag

Brian Selznick (Text, Illustration)
Die Entdeckung des Hugo Cabret
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
cbj

Do van Ranst (Text)
Rabenhaar
Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann
Carlsen Verlag



Jugendbuch

Peter van Gestel (Text)
Wintereis
Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler
Verlag Beltz & Gelberg

Patricia McCormick (Text)
Verkauft
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Fischer Schatzinsel

Joyce Carol Oates (Text)
Nach dem Unglück schwang ich mich auf, breitete meine Flügel aus und flog davon
Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Carl Hanser Verlag

Iva Procházková (Text)
Die Nackten
Sauerländer Verlag

Kevin Brooks (Text)
The Road of the Dead
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
dtv

Alina Bronsky (Text)
Scherbenpark
Kiepenheuer & Witsch


Sachbuch

Béatrice Vincent (Text)
Bruno Heitz (Illustration)
Was ist da passiert?
Aus dem Französischen von Edmund Jacoby
Gerstenberg Verlag

Monika Lange (Text)
Ingo Arndt (Fotografie)
Geheime Welt der Raupen
Sauerländer Verlag

Rosemarie Zacher (Text)
Susanna Partsch (Text)
Der Traum vom Fliegen
Wie Leonardo & Co. sich und anderen Flugapparate bauten
Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher

Wolfgang Korn (Text)
Klaus Ensikat (Illustration)
Das Rätsel der Varusschlacht
Archäologen auf der Spur der verlorenen Legionen
Fackelträger Verlag

Jonas Bendiksen (Text)
So leben wir
Menschen am Rande der Megacitys

Aus dem Englischen von Lizzie Gilbert
Knesebeck Verlag


Jugendjury

Sally Nicholls (Text)
Wie man unsterblich wird
Jede Minute zählt

Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Carl Hanser Verlag

Jordan Sonnenblick (Text)
Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum
Aus dem Englischen von Gerda Bean
Carlsen Verlag

Jenna Bush (Text)
Mia Baxter (Fotografie)
Anas Geschichte
Ein Stück Hoffnung

Aus dem Englischen von Christa Broermann
dtv Reihe Hanser

Iva Procházková (Text)
Die Nackten
Sauerländer Verlag

Markus Zusak (Text)
Die Bücherdiebin
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
cbj

Floortje Zwigtman (Text)
Ich, Adrian Mayfield
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Gerstenberg Verlag

Weitere Informationen unter www.djlp.jugendliteratur.org

Freitag, 17. Oktober 2008

Reaktion auf die Verleihung des Jugendliteraturpreises, Sparte Jugendbuch

Kommentar

Vor wenigen Stunden wurde auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Jugendliteraturpreis verliehen. In der Sparte Jugendbuch wurde was wäre wenn von Meg Rosoff ausgezeichnet. was wäre wenn ist kein schlechtes Werk, der zweite Roman der in Groß Britannien lebenden Autorin fällt aber weit hinter deren Debüt zurück. Dieses war 2006 ebenfalls für den Jugendliteraturpreis nominiert, erhielt die Auszeichnung jedoch nicht. So lebe ich jetzt ist eines der besten Jugendbücher der letzten Jahre und war als Debüt so vielversprechend, dass dieser Titel den Deutschen Jugendliteraturpreis mehr als verdient hätte. Nach So lebe ich jetzt war was wäre wenn etwas enttäuschend, da weniger poetisch, weniger innovativ, dafür aber konstruierter als So lebe ich jetzt. So eine Enttäuschung nach einem gefeierten Debüt ist keine Seltenheit und der zweite Titel hat es immer schwer. In diesem Fall aber ist die heutige Auszeichnung des schwächeren Werks eine zweite Missachtung von So lebe ich jetzt durch die Jury des Deutschen Jugendliteraturpreises.
Das einzig Positive an dieser Kritikerentscheidung ist, dass Meg Rosoffs Jugendbücher nun eine weitere Chance auf dem deutschen Markt haben dürften. Ihr dritter, in GB und NL gefeierter, Jugendroman What I was ist bislang nämlich nicht ins Deutsche übersetzt worden. Höchst wahrscheinlich weil was wäre wenn nicht den gewünschten Erfolg hatte.

meg-rosoff_dogs
(c) www.megrosoff.co.uk
So lebe ich jetzt: juvenil-Rezension
Zum Deutschen Jugendliteraturpreis: www.jugendliteratur.org

Freitag, 14. März 2008

Nominiert

Auf der Leipziger Buchmesse wurden heute die Nominierungen für den deutschen Jugendliteraturpreis bekannt gegeben:

Die Nominierungen der Kritikerjury
Sparte Bilderbuch:
Christian Duda (Text) / Julia Friese (Illustration): Alle seine Entlein. Bajazzo
Lee Tae-Jun (Text) / Kim Dong-Seong (Illustration): Wann kommt Mama?. Aus dem Koreanischen von Andreas Schirmer. Baobab beim NordSüd Verlag
Wolf Erlbruch: Ente, Tod und Tulpe. Antje Kunstmann Verlag
Jürg Schubiger (Text) / Eva Muggenthaler (Illustration): Der weiße und der schwarze Bär. Peter Hammer Verlag
Jacob und Wilhelm Grimm (Text) / Susanne Janssen (Illustration): Hänsel und Gretel. Hinstorff Verlag
Gipi: 5 Songs. Aus dem Italienischen von Giovanni Peduto. avant-verlag

Sparte Kinderbuch
Hermann Schulz (Text) / Tobias Krejtschi (Illustration): Die schlaue Mama Sambona. Peter Hammer Verlag
Zoran Drvenkar (Text) / Martin Baltscheit (Illustration): Zarah - Du hast doch keine Angst, oder?. Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher
Paula Fox: Ein Bild von Ivan. Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Boje Verlag
Mireille Geus: Big. Aus dem Niederländischen von Monica Barendrecht und Thomas Charpey. Urachhaus
Benny Lindelauf: Das Gegenteil von Sorgen. Aus dem Niederländischen von Bettina Bach. Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher
Cynthia Kadohata: KIRA-KIRA. Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Gerstenberg

Sparte Jugendbuch
John Green: Eine wie Alaska. Aus dem Englischen von Sophie Zeitz. Hanser
Kevin Brooks: Kissing the Rain. Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. dtv extra
Andreas Schendel: Dann tu’s doch. Nagel & Kimche
Meg Rosoff: was wäre wenn. Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Carlsen
Anthony McCarten: Superhero. Aus dem Englischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié. Diogenes
Włodzimierz Odojewski: Ein Sommer in Venedig. Aus dem Polnischen von Barbara Schaefer. SchirmerGraf

Sparte Sachbuch
David A. Carter: 1 roter Punkt. Aus dem Englischen von Uli Blume. Boje Verlag
Karoline Stürmer (Text) / Doris Katharina Künster (Gestaltung): Pole, Packeis, Pinguine - Leben im ewigen Eis. dtv Reihe Hanser
Nikolaus Nützel: Sprache oder Was den Mensch zum Menschen macht. cbj
Ange Zhang: Rotes Land Gelber Fluss - Eine Geschichte aus der chinesischen Kulturrevolution. Aus dem Englischen von Friedbert Stohner. Hanser
Andres Veiel: Der Kick - Ein Lehrstück über Gewalt. Aus dem Französischen von Eva Plorin. DVA
Bernice Eisenstein: Ich war das Kind von Holocaustüberlebenden. Aus dem Englischen von Henriette Heise. Berlin Verlag

Die Nominierungen der Jugendjury:
Michael Gerard Bauer: Running Man. Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann. Nagel & Kimche
John Boyne: Der Junge im gestreiften Pyjama. Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Fischer Schatzinsel
John Green: Eine wie Alaska. Aus dem Englischen von Sophie Zeitz. Hanser
Marie-Aude Murail: Simpel. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Fischer Schatzinsel
Bjørn Sortland: Die Minute der Wahrheit - Roman über die Liebe und die Kunst. Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger. Hanser
Rachel Cohn / David Levithan: Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht. Aus dem Englischen von Bernadette Ott. cbt/cbj

http://jugendliteratur.org/akj_litpreis2008/index.htm

Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis für Sonya Hartnett

Den diesjährigen Astrid-Lindgren-Preis für Kinder- und Jugendbücher erhält die australische Autorin Sonya Hartnett (39).

Die Jury sieht in ihr eine der "wichtigsten Erneuerer des modernen Jugendromans" und begründet ihre Entscheidung weiter: "Mit psychologischer Tiefe und unter der Oberfläche tobender Wut schildert sie die Lebensbedingungen junger Menschen, ohne den dunklen Seiten des Lebens auszuweichen."

Der Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis wurde nach dem Tod der schwedischen Autorin 2002 gestiftet. Er ist mit fünf Millionen Kronen (532 000 Euro) dotiert und damit die höchstdotierte Auszeichnung der Welt für Kinder- und Jugendliteratur."
(Quelle: http://www.buchmarkt.de/index.php?mod=news&page=30942)

Derzeit ist keine deutsche Übersetzung von Sonya Hartnett lieferbar. Dies wird sich nach der Auszeichnung aber vielleicht bald ändern. In Deutschland erschienen bisher: Schlafende Hunde (1998), Teuflische Stimmen (1999) und "Prinzen" (2005). Die englischsprachigen Originalausgaben sind zum Teil auch in Deutschland käuflich zu erwerben.

Freitag, 18. Januar 2008

Luchs des Jahres für "Jetzt und hier"

Tamara Bachs Jugendroman "Jetzt und hier" (Oetinger 2007) ist mit dem LUCHS des Jahres 2007 von der ZEIT und Radio Bremen ausgezeichnet worden.

Weitere Informationen:
- Pressemeldung (Oetinger)
- Umfangreiche Leseprobe (Oetinger)
- Artikel von Konrad Heidkamp (Die Zeit)
- "Schnee zu Matsch. Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt vor: Tamara Bachs hervorragenden Jugendroman »Jetzt ist hier«" Rezension von Ralf Schweikart (Die Zeit)
- Infos von Radio Bremen mit Hörproben

Montag, 17. Dezember 2007

AUSGEZEICHNET

SCHÖNE Bücher
Auszeichnungen der Stiftung Buchkunst 2007


Jedes Jahr lenkt die Stiftung Buchkunst unseren Blick weg von Autorennamen und Inhalten hin zu den besonders schön gestalteten und gut verarbeiteten Büchern. In den Vordergrund treten dann auch die Menschen hinter den Büchern, von deren Arbeitsbereichen sonst nur selten die Rede ist: Herstellung, Satz, Typographie, Druck, etc. Wie immer gibt es bei der Auswahl viel zu entdecken.

Die Sieger der Gruppe Kinderbücher, Jugendbücher:

Bartolomäus Bob, Martin Baltscheit
Major Dux oder der Tag an dem die Musik verboten wurde!
Boje Verlag, Köln

Illustrationen: Martin Baltscheit, Düsseldorf
Satz: Martin Baltscheit, Düsseldorf
Druck: Druckerei Himmer GmbH, Augsburg
Buchbindung: Conzella Verlagsbuchbinderei Urban Meister
GmbH & Co. KG, Aschheim-Dornach
Konzept, Typografie: Martin Baltscheit, Düsseldorf; hoop-de-la.com, Köln
Herstellung: Müller, Nyholt / Verlags- und Medien AG, Köln

John Green
Eine wie Alaska
Carl Hanser Verlag, München

Satz: Barbara Heischmann / Satz für Satz, Leutkirch
Druck und Buchbindung: Friedrich Pustet KG, Regensburg
Konzept, Typografie und Herstellung: Stefanie Schelleis, München

Thomas Rosenlöcher, Maja Bohn
Der Mann, der noch an den Klapperstorch glaubte
Hinstorff Verlag, Rostock

Mit Illustrationen von Maja Bohn, Berlin
Druck: Klingenberg Buchkunst, Leipzig
Buchbindung: Kunst-und Verlagsbuchbinderei GmbH, Baalsdorf bei Leipzig
Satz, Konzept, Typografie: Maja Bohn, Berlin
Herstellung: Sylvia Raschke, Rostock

Andreas Töpfer, Samara Chadwick
Durch dick und dünn / Through thick and thin
kookbooks, Idstein

Mit Illustrationen von Andreas Töpfer, Berlin
Druck und Buchbindung: Steinmeier, Nördlingen
Satz, Konzept, Typografie: Andreas Töpfer, Berlin
Herstellung: Daniela Seel, Berlin

Eine Anerkennung gab es für:
Astrid Lindgren
Jubiläumsedition Astrid Lindgren (12 Bände)
Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg

Mit Illustrationen von Jutta Bauer, Björn Berg, Rolf Rettich und Ilon Wikland
Druck und Buchbindung: GGP-Media GmbH, Pößneck
Satz, Konzept, Typografie: Farnschläder & Mahlstedt Typografie, Hamburg
Herstellung: Florian Enns, Hamburg

http://www.stiftung-buchkunst.de/ > Aktuell

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