Samstag, 10. März 2012

Kiwi-Kolumne

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Dreamhunter

Mit Dreamhunter legte Elizabeth Knox den ersten Teil einer Fantasy-Trilogie für jugendliche Leser vor. Der Autorin wurde 2002 der „New Zealand Order of Merit" für ihr literarisches Werk verliehen.

DreamhunterIn Southland, einem alternativen Neuseeland des frühen 20. Jahrhunderts, gibt es einen Ort, den nur Auserwählte betreten können. Eine parallele Welt, in der Träume gefangen und zurück nach Southland gebracht werden können, wo sie in Traumpalästen aufgeführt werden. Heilende Träume, Abenteuerträume, sogar romantische Träume aus wahlweise männlicher oder weiblicher Sicht. Wem es bestimmt ist, den Ort betreten zu können, blüht eine sorgenfreie Zukunft als Traumjäger.

Laura und ihre Cousine Rose stammen von den begabtesten Traumjägern des Landes ab und die Erwartungen sind groß, als sie endlich alt genug sind, die Grenze zu überqueren. Doch was dahinter wartet, ist mehr als Gelegenheiten zur Realitätsflucht für zahlende Kunden. Welche Ziele verfolgt die Regulierungsbehörde, die den Zugang des Ortes kontrolliert, wirklich? Und warum verschwindet Lauras Vater plötzlich? Die dunkle Seite des Ortes und der Traumindustrie entfaltet sich ...

Die Idee einer unbevölkerten Parallelwelt, die einerseits wie eine Momentaufnahme stillsteht und in der es weder Wasser noch Feuer gibt, die aber andererseits Träume beherbergt, fasziniert. Dreamhunter ist nicht atemlos wie Suzanne Collins Hunger Games (Die Tribute von Panem). Die Autorin nimmt sich Zeit, den Charakteren Tiefe zu verleihen. Sie beschreibt das Traumjägerdasein so eindrücklich, dass man am Ende des Romans genau zu wissen glaubt, was es bedeutet, ein solches Leben zu führen. Geschickt bindet Knox Perspektiven von Außenstehenden ein, die ein kritisches Licht auf die Hauptfiguren werfen.

Vor Dreamhunter (2005) war die Wellingtoner Autorin Elizabeth Knox vor allem für ihre Erwachsenenromane bekannt, von denen The Vintner’s Luck (Der Engel mit den dunklen Flügeln) und Billie‘s Kiss (Der Feuerkuss) ins Deutsche übersetzt wurden. Dreamhunter (in GB unter dem Titel The Rainbow Opera erschienen) sowie die Fortsetzung Dreamquake (2007) sind die ersten Fantasy-Romane für jugendliche Leser von Elizabeth Knox. Im demnächst erscheinenden neuen Buch, The Zarene Alphabet, führt die Autorin ihre Leserinnen und Leser zurück nach Southland.

Vor allem in den USA verbuchen Knox' Fantasy-Romane einige Erfolge: Dreamhunter wurde von der American Library Association als eines der besten Bücher des Jahres 2007 ausgezeichnet und die Fortsetzung wurde zum „Honor Book“ des Michael L. Printz Awards 2008 gewählt. Mehr Einfluss als die Preise, so mutmaßt Knox auf ihrer Webseite, hatte wohl eine prominente Fürsprecherin der Reihe: Stephenie Meyer. Dabei kommt Dreamhunter gänzlich ohne Vampire und Werwölfe aus … (Anne Siebeck)

Elizabeth Knox
Dreamhunter
Fourth Estate, London, New York, Sydney & Auckland, N.Z
2005

Elizabeth Knox wird auf der Buchmesse in Leipzig anwesend sein. Eine Liste ihrer Veranstaltungen ist auf der Seite der Buchmesse unter „Neuseeland liest: Die Autoren in Leipzig“ zu finden.

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