Donnerstag, 29. April 2010

"Literatur gehört ins Feuilleton"

Fortsetzung der Debatte:
Weitere offene Briefe und eine Stellungnahme der ZEIT


Wie nun bekannt wurde, haben nicht nur die Autoren und Verlage offene Briefe an DIE ZEIT geschrieben, sondern auch der Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) sowie die Internationale Jugendbibliothek in München (IJB), im Auftrag verschiedener deutscher KJL-Bibliotheken und Institutionen. Unterzeichner dieses Briefes sind neben der IJB die Arbeitsstelle für Leseforschung und Kinder- und Jugendmedien Köln (ALEKI), das Bilderbuchmuseum Troisdorf, das Institut für Jugendbuchforschung an der Goethe-Universität Frankfurt a. M., die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, LesArt Berlin und die Stiftung Illustration.

In dem Brief heißt es, dass "die führende deutsche Wochenzeitung der Kinder- und Jugendliteratur ihre Eignung für das Feuilleton" abspreche. DIE ZEIT habe früh dazu beigetragen, dass Kinderbücher aus der pädagogischen Enge befreit und als das wahrgenommen werden, was sie an erster Stelle sind: Literatur. Und die gehört ins Feuilleton."
"Wenn die Verschiebung der Kinder- und Jugendliteratur in das Ressort Wissen bedeutet, dass Kinderbücher wieder vornehmlich unter pädagogischen Gesichtspunkten bewertet werden, wäre das für eine Wochenzeitung, die die intellektuelle Meinung in unserem Lande prägt, wirklich – um mit Erich Kästner zu sprechen – absurd."

Lesen Sie hier die Briefe im Wortlaut:
- Offener Brief der KJL-Bibliotheken und -Institutionen
- Offener Brief des Arbeitskreis für Jugendliteratur

DIE ZEIT selbst hat mittlerweile, wie börsenblatt.net meldet, Stellung genommen:
"Durch die Verlagerung können wir Kinder- und Jugendbüchern mehr Platz und mehr Aufmerksamkeit verschaffen", sagte ZEIT-Pressesprecherin Silvie Rundel auf Anfrage des Börsenblatts.

"Keine Zeitung hat in den letzten Jahren den Kinder- und Jugendbuchbereich so ausgebaut wie DIE ZEIT", führte Rundel aus. "Diese Bemühungen möchten wir künftig noch verstärken. Durch die Verlagerung können wir Kinder- und Jugendbüchern mehr Platz und mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Das müsste doch eigentlich im Sinne der Autoren und Verlage sein. Im Sinne der Leser ist es auf jeden Fall."

Rundel zufolge sollen die Rezensionen in der KinderZEIT klar und verständlich geschrieben sein, sodass sowohl Kinder als auch Eltern mit den Besprechungen etwas anfangen können. Zum ersten Mal seien die Kinder- und Jugendbücher in der KinderZEIT vom 20. Mai zu finden. (Quelle: http://www.boersenblatt.net/380640/)

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