nominiert: "Die Bücherdiebin"
DJLP, Auswahl Jugendjury
Markus Zusak
Die Bücherdiebin
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
cbj, 2008

(c) 2008, cbj Kinder- und Jugendbücher, München
Eine kalte Geschichte, erzählt mit Wärme
Eine bayrische Kleinstadt zu Beginn des zweiten Weltkrieges. Liesel, ein abgemagertes, von Trauer erfülltes Mädchen, wird nach dem Tod ihres Bruders von ihrer Mutter bei Pflegeeltern abgegeben. Zum ersten Mal dem Tod begegnet, ist ein gestohlenes Buch ihre einzige Erinnerung an die verlorene Familie. Es ist nicht das letzte Buch, das die Leseratte sich aneignet.
Die Bücherdiebin erzählt mit viel Feingefühl von einer zerrissenen Jugend im zweiten Weltkrieg. Einerseits sorgt alltägliches wie Fußballspielen und Äpfel klauen für Geborgenheit, andererseits muss Liesel ein schweres Geheimnis bewahren und wird von Alpträumen geplagt.
Das Besondere an diesem Roman ist, dass die Geschichte nicht aus der Sicht der Hauptfigur erzählt wird, sondern aus der Perspektive des Todes höchstpersönlich. Und dieser kann sich so manchen trockenen Kommentar nicht verkneifen.
Markus Zusak erzählt mit viel Humor und Wärme eine kalte Geschichte. Die ungewöhnliche Perspektive schafft dabei die nötige Distanz zu den schrecklichen Ereignissen, die mit manchmal schmerzhaft treffender Sprache geschildert werden.
Die Romane des deutsch-australischen Autors werden von jugendlichen als auch erwachsenen Lesern geschätzt. Bereits 2007 verlieh die Jugendjury ihm und Übersetzerin Alexandra Ernst den Deutschen Jugendliteraturpreis für den Roman Der Joker. Obwohl der Autor selbst Die Bücherdiebin als sein erstes Werk für Erwachsene bezeichnet, hat er es auch mit diesem Roman in die Auswahlliste der Jugendjury geschafft. In Deutschland ist das Buch sowohl als Jugend- als auch als Erwachsenenausgabe erhältlich. (Anne Siebeck)
Markus Zusak
Die Bücherdiebin
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
cbj, 2008

(c) 2008, cbj Kinder- und Jugendbücher, München
Eine kalte Geschichte, erzählt mit Wärme
Eine bayrische Kleinstadt zu Beginn des zweiten Weltkrieges. Liesel, ein abgemagertes, von Trauer erfülltes Mädchen, wird nach dem Tod ihres Bruders von ihrer Mutter bei Pflegeeltern abgegeben. Zum ersten Mal dem Tod begegnet, ist ein gestohlenes Buch ihre einzige Erinnerung an die verlorene Familie. Es ist nicht das letzte Buch, das die Leseratte sich aneignet.
Die Bücherdiebin erzählt mit viel Feingefühl von einer zerrissenen Jugend im zweiten Weltkrieg. Einerseits sorgt alltägliches wie Fußballspielen und Äpfel klauen für Geborgenheit, andererseits muss Liesel ein schweres Geheimnis bewahren und wird von Alpträumen geplagt.
Das Besondere an diesem Roman ist, dass die Geschichte nicht aus der Sicht der Hauptfigur erzählt wird, sondern aus der Perspektive des Todes höchstpersönlich. Und dieser kann sich so manchen trockenen Kommentar nicht verkneifen.
Markus Zusak erzählt mit viel Humor und Wärme eine kalte Geschichte. Die ungewöhnliche Perspektive schafft dabei die nötige Distanz zu den schrecklichen Ereignissen, die mit manchmal schmerzhaft treffender Sprache geschildert werden.
Die Romane des deutsch-australischen Autors werden von jugendlichen als auch erwachsenen Lesern geschätzt. Bereits 2007 verlieh die Jugendjury ihm und Übersetzerin Alexandra Ernst den Deutschen Jugendliteraturpreis für den Roman Der Joker. Obwohl der Autor selbst Die Bücherdiebin als sein erstes Werk für Erwachsene bezeichnet, hat er es auch mit diesem Roman in die Auswahlliste der Jugendjury geschafft. In Deutschland ist das Buch sowohl als Jugend- als auch als Erwachsenenausgabe erhältlich. (Anne Siebeck)
juvenil.beitrag - 16. Okt, 12:02
