EIN BISSCHEN MEHR ALS WUNDERBAR
Drei Wünsche für eine neue Literatursendung
Kommentar
Marcel Reich-Ranicki, Thomas Gottschalk, Elke Heidenreich – die Fernseh- und Literaturkritik sowie deren Kritik der vergangenen Wochen ist hinlänglich bekannt. Ebenso das Ergebnis: Das ZDF hat Heidenreichs Literatursendung lesen! mit sofortiger Wirkung abgesetzt, jetzt diskutiert das deutsche Feuilleton über mögliche Nachfolger.
Wäre ZDF-Intendant Schächter eine gute Fee und dürfte juvenil drei Wünsche äußern, dann würden wir uns wünschen, dass in der künftigen Literatursendung
1. besondere, gute und schöne Kinder- und Jugendbücher neben Belletristik und Sachbüchern ihren Platz finden (und zwar einen Platz, der mehr ist, als ein Alibi), ohne zu pädagogischen Heilmitteln degradiert zu werden,
2. die neue Moderatorin oder der neue Moderator mehr zu sagen hat, als "dieses Buch ist ganz wunderbar", und "das müssen Sie unbedingt lesen!"
und 3. nicht mehr im Imperativ (lesen!) Bücher im Akkord empfohlen werden, sondern der Literatur mit längerem Atem nachgespürt und diese auch kontrovers diskutiert wird, ohne Opfer intellektueller Selbstbespiegelungen zu werden.
Und wenn wir nicht gestorben sind ... schalten wir das Zweite Deutsche Fernsehen nun wieder ein und erwachen aus diesem Märchen. (kw.)
Kommentar
Marcel Reich-Ranicki, Thomas Gottschalk, Elke Heidenreich – die Fernseh- und Literaturkritik sowie deren Kritik der vergangenen Wochen ist hinlänglich bekannt. Ebenso das Ergebnis: Das ZDF hat Heidenreichs Literatursendung lesen! mit sofortiger Wirkung abgesetzt, jetzt diskutiert das deutsche Feuilleton über mögliche Nachfolger.
Wäre ZDF-Intendant Schächter eine gute Fee und dürfte juvenil drei Wünsche äußern, dann würden wir uns wünschen, dass in der künftigen Literatursendung
1. besondere, gute und schöne Kinder- und Jugendbücher neben Belletristik und Sachbüchern ihren Platz finden (und zwar einen Platz, der mehr ist, als ein Alibi), ohne zu pädagogischen Heilmitteln degradiert zu werden,
2. die neue Moderatorin oder der neue Moderator mehr zu sagen hat, als "dieses Buch ist ganz wunderbar", und "das müssen Sie unbedingt lesen!"
und 3. nicht mehr im Imperativ (lesen!) Bücher im Akkord empfohlen werden, sondern der Literatur mit längerem Atem nachgespürt und diese auch kontrovers diskutiert wird, ohne Opfer intellektueller Selbstbespiegelungen zu werden.
Und wenn wir nicht gestorben sind ... schalten wir das Zweite Deutsche Fernsehen nun wieder ein und erwachen aus diesem Märchen. (kw.)
juvenil.kw - 31. Okt, 21:26

Ach...